Nordex sichert sich einen massiven Auftrag auf dem deutschen Heimatmarkt. Der Windparkentwickler UKA bestellt beim Hamburger Unternehmen insgesamt 100 Turbinen. Diese kommen zusammen auf eine Leistung von 700 Megawatt.

Trotz der Erfolgsmeldung verliert die Aktie im Tagesverlauf 2,33 Prozent. Das Papier notiert aktuell bei 42,74 Euro.

Massiver Auftrag aus Deutschland

Der Konzern liefert Anlagen der Delta4000-Plattform. Die Vereinbarung umfasst die Typen N175/6.X und N163/6.X mit jeweils 7 Megawatt Nennleistung. Im gleichen Schritt übernimmt Nordex die Wartung und den Service der über mehrere Bundesländer verteilten Windparks.

Anleger nutzen die Nachricht offenbar für Gewinnmitnahmen. Die Aktie kletterte seit Jahresbeginn bereits um gut 42 Prozent. Ein allgemeiner Abwärtstrend im Sektor der erneuerbaren Energien belastet den Kurs zusätzlich.

Experten uneinig über Bewertung

Die Meinungen der Analysten gehen weit auseinander. Deutsche Bank Research sieht das Kursziel bei 61,00 Euro und rät zum Kauf. Die Experten setzen auf eine Anhebung der Jahresziele durch die starke Dynamik im Auftragseingang.

RBC Capital Markets bleibt dagegen skeptisch. Mit einem Kursziel von 35,00 Euro stufen sie das Papier als „Underperform“ ein. Die Bank verweist auf den rasanten Anstieg von fast 137 Prozent innerhalb der letzten zwölf Monate.

Fokus auf den Halbjahresbericht

UKA will künftig jährlich rund ein Gigawatt Windleistung bauen. Nordex bleibt dabei ein wichtiger Partner für die Technik. Besonders die Turbine N175/6.X gewinnt an Standorten mit wenig Wind an Bedeutung.

Technisch bewegt sich die Aktie in einer neutralen Zone. Der Relative-Stärke-Index liegt bei 45,8 Punkten. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von 35,94 Euro signalisiert einen intakten Aufwärtstrend.

Der Fokus verschiebt sich nun auf den Juli 2026. Dann veröffentlicht das Unternehmen seinen Halbjahresbericht. Investoren warten vor allem auf Details zur Margenentwicklung und mögliche Prognoseänderungen für das laufende Geschäftsjahr.