Northern Data zieht sich von der deutschen Börse zurück. Der Rückzug aus München ist klar terminiert. Anleger bekommen noch zwei Fenster zum Handeln.
Das Unternehmen firmiert zunehmend unter dem Namen Quake AI. Der Fokus liegt auf Rechenkapazitäten für KI-Anwendungen. Das Rückgrat: rund 22.000 Nvidia-Einheiten der Typen H100 und H200. Die Auslastung liegt bei etwa 85 Prozent. Statt Hardware zu verkaufen, setzt das Management auf dauerhafte Cloud-Erlöse. Die Umsatzprognose für 2026 liegt nun bei 170 bis 190 Millionen Euro.
Zwei Stufen bis zum Abschied
Der Delisting-Fahrplan steht. Die Notierung im Qualitätssegment m:access endet voraussichtlich Ende Juli. Bis Ende Dezember bleibt die Aktie dann noch im Freiverkehr der Börse München handelbar. Danach ist Schluss.
Hinter dem Schritt steht die enge Verflechtung mit dem US-Partner Rumble, der die Mehrheit der Anteile hält. Die strategische Achse verschiebt sich Richtung USA. Parallel dazu wurde die Führung neu geordnet: Der langjährige CEO schied im Juni aus, der CFO übernahm eine beratende Funktion.
Ein schwieriges Jahr
Die Aktie notiert aktuell bei 8,07 Euro – ein Plus von knapp drei Prozent am Dienstag. Die Bilanz seit Jahresbeginn bleibt allerdings schmerzhaft: minus 42,64 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 23,80 Euro trennen den Kurs über 66 Prozent.
Immerhin: Vom Tief bei 5,00 Euro im Juni hat sich das Papier erholt. Die annualisierte Volatilität liegt bei 191 Prozent. Das spiegelt die spekulative Erwartungshaltung in der Endphase vor dem Börsenabschied.
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