Rumble hat die Übernahme von Northern Data abgeschlossen. Seit dem 17. Juni 2026 hält das US-Unternehmen rund 85,2 Prozent der ausstehenden Northern-Data-Aktien. Für Anleger verändert das den Investment Case grundlegend.
Aktientausch abgewickelt
Der Deal lief als freiwilliges Umtauschangebot. Für jede angediente Northern-Data-Aktie erhielten Aktionäre 2,0281 Rumble-Class-A-Aktien. Nach Ablauf der Annahmefrist reichten Anleger insgesamt rund 8,2 Millionen Northern-Data-Aktien ein — das entspricht etwa 46,2 Prozent der frei handelbaren Stücke.
Rumble gab dafür rund 16,6 Millionen neue Class-A-Aktien aus. Hinzu kamen rund 42,8 Millionen weitere Aktien für die sogenannten TSA-Verkäufer, die ihre Anteile direkt vor Abschluss andieneten.
Wer seine Aktien eingereicht hat, ist nun wirtschaftlich an Rumble beteiligt. Die eigenständige Northern-Data-Story ist damit Geschichte.
Tether bekommt massive Warrants
Parallel zur Transaktion erhielt Tether zwei vorfinanzierte Warrants. Der erste berechtigt zum Bezug von bis zu rund 51,5 Millionen Rumble-Class-A-Aktien. Der zweite umfasst bis zu rund 4,6 Millionen weitere Aktien — gebunden an ein Equity Commitment Agreement.
Die Folge: Die Aktienausgaben für angediente Aktionäre, TSA-Verkäufer und Tether zusammen verändern die Eigenkapitalbasis von Rumble erheblich. Das Verwässerungspotenzial ist real und direkt mit dem Abschluss der Übernahme verknüpft.
Infrastruktur als Werthebel
Operativ begründet Rumble den Zukauf mit konkreten Ressourcen. Northern Data bringt rund 22.000 Nvidia-GPUs mit — darunter H100- und H200-Systeme. Im März 2026 lag die Auslastung bei etwa 85 Prozent.
Die kombinierte Stromkapazität soll rund 250 Megawatt über zehn Rechenzentren betragen. Davon sind vier im Eigentum des Konzerns. Ein Großteil der noch nicht monetarisierten Kapazität soll bis 2027 online gehen.
Northern Data hat den Umsatzausblick für 2026 auf 170 bis 190 Millionen Euro angehoben. Zuvor lag die Erwartung bei 130 bis 150 Millionen Euro.
Was jetzt zählt
Der Wert der Transaktion hängt davon ab, ob Rumble aus Energie, GPUs und Rechenzentren planbare Umsätze macht. Die Ressourcen sind vorhanden. Aber neue Aktien und Warrants haben die Kapitalstruktur deutlich verändert. Der nächste Prüfstein: die Auslastungszahlen für das zweite Quartal 2026 — und ob der erhöhte Umsatzausblick hält.
Northern Data-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Northern Data-Analyse vom 19. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Northern Data-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Northern Data-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Northern Data: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

