Novartis zieht bei einem Neurologie-Projekt den Stecker. Der Pharmakonzern hat die im August 2025 geschlossene Kooperation mit dem schwedischen Biotech-Unternehmen BioArctic gekündigt. Das teilte BioArctic am Montagabend per Pflichtmitteilung mit.

Programm eingestellt, Technologie nicht infrage gestellt

Die Zusammenarbeit sollte die BrainTransporter-Technologie von BioArctic mit einem nicht näher bezeichneten, firmeneigenen Antikörper von Novartis kombinieren. Ziel war ein mögliches neues Therapiekonzept. BrainTransporter nutzt den Transferrin-Rezeptor, um Wirkstoffe über die Blut-Hirn-Schranke ins Gehirn zu schleusen.

Den Grund für das Aus nennt BioArctic klar: Novartis habe das Programm insgesamt eingestellt. Die Entscheidung stehe in keinem Zusammenhang mit der Technologie selbst. Für Novartis wirkt der Schritt damit wie eine interne Pipeline-Bereinigung, nicht wie ein Urteil über den Ansatz des Partners.

Vorauszahlung bleibt in Schweden

Finanziell trifft es vor allem die Gegenseite positiv. BioArctic behält die komplette Vorauszahlung von 30 Millionen US-Dollar. Den noch nicht erfassten Teil verbucht das Unternehmen infolge der Kündigung 2026 als Umsatz.

Für Novartis ist die Zahlung bereits geleistet, neue Belastungen aus der Kündigung nennt die Mitteilung nicht. BioArctic hat nach eigenen Angaben bislang fünf Kooperationen mit Partnern auf Basis der BrainTransporter-Technologie geschlossen. Das Unternehmen betont, die Plattform könne in vielen Therapiegebieten eingesetzt werden und künftig weitere Partnerschaften mit Pharmakonzernen tragen.

Novartis selbst äußerte sich zunächst nicht. Welcher Antikörper betroffen war, bleibt offen.