Ein Rekordstart in den USA reicht Novo Nordisk nicht mehr. Der dänische Pharmakonzern bereitet die internationale Markteinführung seiner Wegovy-Abnehmpille vor. Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 soll das Medikament außerhalb der Vereinigten Staaten verfügbar sein. Das Management verspricht einen massiven Rollout.
Selbstzahler und Telemedizin im Fokus
Die Strategie für Europa und Asien weicht vom klassischen Kassenmodell ab. Emil Kongshøj Larsen, Vorstand für das internationale Geschäft, sieht das größte Wachstum bei Selbstzahlern. Selbst in Ländern mit starken öffentlichen Gesundheitssystemen wie Dänemark zahlen fast alle Patienten das Präparat aus eigener Tasche.
Parallel dazu setzt Novo Nordisk auf digitale Vertriebswege. Telemedizin-Plattformen entwickeln sich zu einem zentralen Treiber für die Verschreibungen. In Deutschland erleichtert dieser Weg den Zugang zur Behandlung erheblich. Analysten von Sydbank sehen neben Deutschland auch Großbritannien und den Heimatmarkt Dänemark als wahrscheinliche Startmärkte.
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US-Erfolg trifft auf Kapazitätsausbau
Rückenwind liefert das US-Geschäft. Seit dem Start im Januar 2026 verzeichnete das Unternehmen dort über zwei Millionen Verschreibungen. Die Wegovy-Pille sichert sich aktuell fast zwei Drittel aller Neuverschreibungen auf dem amerikanischen Markt.
Um die globale Nachfrage bedienen zu können, fließt viel Kapital in die Infrastruktur. Novo Nordisk investiert 432 Millionen Euro in ein neues Tablettenwerk im irischen Athlone. Die Anlage soll ab Ende 2027 schrittweise den Betrieb aufnehmen. Bis dahin muss das Unternehmen beweisen, dass es die Lieferketten im Griff hat.
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Kampf um Marktanteile und Margen
Die internationale Expansion ist dringend nötig. Während Konkurrent Eli Lilly für dieses Jahr ein Umsatzplus von fast 30 Prozent anpeilt, rechnet Novo Nordisk mit Rückgängen. Preisdruck in den USA und Generika-Konkurrenz in Ländern wie China oder Brasilien dürften Umsatz und Gewinn 2026 um vier bis zwölf Prozent drücken.
An der Börse spiegelt sich diese Lage wider. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 13 Prozent an Wert verloren. Der jüngste US-Erfolg sorgte indes für eine leichte Erholung. Im vergangenen Monat kletterte der Kurs zweistellig und notiert aktuell bei knapp 39 Euro.
Im Rennen um den milliardenschweren Markt für Abnehmpräparate verlagert sich die Frontlinie nun nach Europa. Die anstehenden behördlichen Zulassungen für die zweite Jahreshälfte 2026 werden entscheiden, wie schnell Novo Nordisk seine Umsatzdelle ausgleichen kann.
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