Novo Nordisk startet 2026 mit einer Reihe strategischer Weichenstellungen — und steht trotzdem unter Druck. Die Aktie notiert rund 36 Prozent unter ihrem Niveau von vor zwölf Monaten. Das Unternehmen kämpft auf mehreren Fronten gleichzeitig: neue Produkte, ein schärfer werdender Wettbewerb und anhaltende Preisfragen.
Ozempic als Tablette — jetzt in US-Apotheken
Seit dem 4. Mai 2026 ist die Ozempic-Pille in den USA erhältlich. Mehr als 70.000 Apotheken und ausgewählte Telemedizin-Anbieter führen das Präparat. Es ist das erste orale Peptid-GLP-1-Medikament in den USA, das sowohl den Blutzucker senkt als auch das Risiko schwerer kardiovaskulärer Ereignisse reduziert.
Die Pipeline geht weiter. Novo Nordisk hat bei der FDA einen Antrag für eine 25-mg-Tablette eingereicht. Eine Entscheidung erwartet das Unternehmen bis Ende 2026. Für die zweite Jahreshälfte plant es außerdem, Zulassungsanträge für Kinder und Jugendliche mit Typ-2-Diabetes in den USA und der EU zu stellen.
CagriSema: Starke Daten, Entscheidung im Herbst
Das wichtigste regulatorische Ereignis des Jahres ist die FDA-Entscheidung zu CagriSema — erwartet im vierten Quartal 2026. Das Kombinationspräparat aus Cagrilintid und Semaglutid zeigte in der Phase-3-Studie REDEFINE 1 einen mittleren Gewichtsverlust von 22,7 Prozent nach 68 Wochen. Semaglutid allein kam auf 16,1 Prozent, Cagrilintid allein auf 11,8 Prozent.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Novo Nordisk?
Mehr als 40 Prozent der Studienteilnehmer verloren mindestens 25 Prozent ihres Körpergewichts. Das sind Zahlen, die den Markt für Adipositas-Medikamente neu ordnen könnten — sofern die Zulassung kommt.
Eli Lilly holt auf
Der Wettbewerb verschärft sich. Anfang April erhielt Eli Lilly die FDA-Zulassung für sein orales Adipositas-Medikament Foundayo. Damit endet Novo Nordisks kurze Phase als einziger Anbieter einer oralen Adipositas-Pille in den USA.
Ein relevanter Unterschied: Foundayo kommt ohne Einnahmevorschriften aus. Die orale Wegovy-Variante muss dagegen nüchtern eingenommen werden. Das könnte die Patientenpräferenz beeinflussen. Citi beschrieb den Launch der oralen Wegovy-Version dennoch als beeindruckend und verwies auf anhaltend starkes Volumen beim injizierbaren Produkt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Novo Nordisk?
Ausblick angehoben — Citi bleibt vorsichtig
Nach den Q1-Zahlen hob das Management die Jahresprognose an. Das Unternehmen erwartet nun ein bereinigtes Umsatzwachstum von minus 4 bis minus 12 Prozent zu konstanten Wechselkursen. Das bereinigte operative Ergebnis soll sich in derselben Spanne entwickeln.
Citi bleibt bei einer neutralen Einschätzung. Die Bank schätzt ihren Gewinn je Aktie für 2027 rund 7 Prozent unter dem Marktkonsens — wegen erwartetem Preisdruck, unter anderem durch Meistbegünstigungspreise im Diabetessegment. Bei den Wegovy-Pillen-Umsätzen liegt Citi mit 2,7 Milliarden Dollar für 2026 und 8 Milliarden Dollar als Spitzenwert hingegen deutlich über dem Konsens.
Die Aktie notiert aktuell bei 37,96 Euro — rund 10 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt, aber noch deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 42,35 Euro. Das Rückkaufprogramm läuft: Bis Februar 2027 will Novo Nordisk B-Aktien im Wert von bis zu 11,2 Milliarden dänischen Kronen zurückkaufen, als Teil eines Gesamtprogramms von bis zu 15 Milliarden Kronen.
Novo Nordisk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Novo Nordisk-Analyse vom 19. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Novo Nordisk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Novo Nordisk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Novo Nordisk: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

