Die Nachfrage nach Abnehmpräparaten in Tablettenform verändert die Umsatzstruktur bei Novo Nordisk. Der dänische Pharmakonzern reagiert auf den starken Absatz der oralen Wegovy-Variante und schraubt seine Jahresziele nach oben. Am Aktienmarkt dominierte zum Wochenausklang dennoch Skepsis.
Die Papiere gaben am Freitag auf 38,51 Euro nach. Damit setzte sich eine leichte Konsolidierung fort, nachdem die Aktie in den vergangenen 30 Tagen um gut elf Prozent zulegen konnte. Auf Jahressicht steht weiterhin ein zweistelliges Minus auf der Anzeigetafel. Der intensive Preiskampf im Segment der GLP-1-Medikamente lastet auf der Bewertung.
Das Management blickt nun etwas optimistischer auf das laufende Geschäftsjahr. Der erwartete Umsatzrückgang wurde währungsbereinigt auf eine Spanne von vier bis zwölf Prozent eingegrenzt. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim operativen Gewinn. Treiber dieser Entwicklung ist die schnelle Marktdurchdringung der Wegovy-Tablette, für die in den USA im Auftaktquartal rund 1,3 Millionen Verschreibungen registriert wurden. Patienten greifen zunehmend auf die nicht-injizierbare Option zurück.
Die Bilanz für die ersten drei Monate fällt auf den ersten Blick extrem stark aus. Der ausgewiesene Umsatz sprang um 32 Prozent auf 96,8 Milliarden dänische Kronen. Dieser Wert enthält allerdings die Auflösung einer milliardenschweren Rückstellung. Bereinigt um diesen Einmaleffekt sanken die Erlöse währungsbereinigt um vier Prozent. Das operative Geschäft bewegt sich damit am oberen Rand der bisherigen Erwartungen.
Aktionäre profitieren von der soliden Kassenlage. Im ersten Quartal flossen knapp 38 Milliarden Kronen über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Anteilseigner. Ein neues Rückkaufprogramm über bis zu 15 Milliarden Kronen ist bereits angelaufen. Parallel dazu treibt Novo Nordisk die klinische Pipeline voran. Für das vierte Quartal plant der Konzern die erste Zulassungsbeantragung für den Wirkstoff Etavopivat.
Strategische Antworten auf den Preisdruck der Konkurrenz bleiben das bestimmende Thema. Ein wichtiger Baustein ist der Ausbau von Telemedizin-Partnerschaften, über die in den Kernmärkten bereits ein Fünftel der Wegovy-Verkäufe abgewickelt wird. Konkrete Details zur langfristigen Finanzplanung und zur nächsten Produktgeneration liefert das Management am 20. und 21. September auf dem Capital Markets Day.
Novo Nordisk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Novo Nordisk-Analyse vom 16. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Novo Nordisk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Novo Nordisk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Novo Nordisk: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

