Novo Nordisk Aktie: Supreme Court weist Berufung ab

Novo Nordisk leidet unter sinkenden Wegovy-Verschreibungen, einer juristischen Niederlage und einem schwachen Quartal. Die Aktie fällt deutlich.

Novo Nordisk Aktie
Kurz & knapp:
  • Verschreibungen für Wegovy-Pille sinken
  • US Supreme Court weist Klage ab
  • Quartalsumsatz und Gewinn rückläufig
  • Konzern senkt Jahresprognose deutlich

Drei Fronten gleichzeitig— das macht Novo Nordisk gerade zu schaffen. Sinkende Verschreibungszahlen für die Wegovy-Pille, ein juristischer Rückschlag in den USA und ein schwaches Quartal drücken die Aktie am Montag um rund 3 Prozent auf knapp 290 DKK. Auf Euro-Basis notiert das Papier bei 38,02 Euro und liegt damit fast 45 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom vergangenen Juni.

Verschreibungen brechen ein

Das Kernproblem ist konkret messbar. Laut IQVIA-Daten, die Barclays ausgewertet hat, fielen die Verschreibungen für die orale Wegovy-Tablette in der Woche bis zum 8. Mai um 4,4 Prozent. Citi beobachtet ähnliche Signale. Seit der Markteinführung im Januar hat Novo Nordisk zwar mehr als zwei Millionen Patienten erreicht— der Wachstumsmotor stottert aber merklich.

Der Hauptgrund liegt auf der Hand: Eli Lilly bringt mit Foundayo seit April einen direkten Konkurrenten in den USA. Ab dem dritten Quartal plant Eli Lilly TV-Werbekampagnen, was den Wettbewerbsdruck weiter erhöhen dürfte. Das dürfte spannend werden für einen Markt, der bislang vor allem Novo Nordisk gehörte.

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Supreme Court schließt Klagetür

Obendrein kassierte das Unternehmen am Montag eine juristische Niederlage. Der US Supreme Court wies die Berufungen von sechs Pharmaunternehmen ab, darunter Novo Nordisk. Die Firmen hatten das Medicare-Preisverhandlungsprogramm angefochten, das der Inflation Reduction Act von 2022 eingeführt hat.

Das Programm erlaubt der US-Regierung, Preise für meistverkaufte Medikamente direkt zu verhandeln. Für 40 Arzneimittel soll Medicare dadurch mehr als 20 Milliarden Dollar jährlich einsparen. Aktuell laufen Verhandlungen für 15 weitere Präparate— darunter Gewichtsreduktions- und Krebsmedikamente. Für Novo Nordisk bedeutet das: Preisdruck von staatlicher Seite bleibt eine dauerhafte Realität.

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Jahresausblick nach unten korrigiert

Die Quartalszahlen zum ersten Quartal 2026 lieferten wenig Rückenwind. Der bereinigte Nettoumsatz sank um 10 Prozent auf 70,1 Milliarden DKK, das bereinigte Ergebnis je Aktie fiel um 3 Prozent auf 6,63 DKK.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Management nun einen Rückgang bei währungsbereinigtem Umsatz und operativem Gewinn von jeweils 4 bis 12 Prozent. Zur Gegenstrategie setzt Novo Nordisk auf internationale Expansion— Großbritannien, Deutschland und Dänemark gelten als Zielmärkte für die orale Wegovy-Tablette. Telemedizinanbieter sollen den Vertrieb beschleunigen. In der Pipeline warten CagriSema, Amycretin und das in China in Phase 2 getestete UBT251— ob diese Kandidaten rechtzeitig Umsatzlücken schließen können, entscheidet sich in den nächsten zwölf bis achtzehn Monaten.

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