Novonix liefert erstmals synthetisches Graphit aus nordamerikanischer Produktion an Panasonic Energy. Die sogenannten C-Samples markieren einen Meilenstein in der Qualifizierungsphase für Lithium-Ionen-Batterien. Damit rückt der geplante Start der Massenproduktion im Jahr 2027 in greifbare Nähe.

Strategischer Durchbruch in Tennessee

Die Auslieferung ist ein Erfolg für den Spezialisten für Batteriematerialien. Bisher stammte synthetisches Anodenmaterial fast ausschließlich aus asiatischen Quellen. Novonix will diese Abhängigkeit brechen und nutzt dafür seinen Standort in Chattanooga, Tennessee. Verläuft die Testphase erfolgreich, beginnt die Belieferung von Panasonic in der zweiten Jahreshälfte 2027.

Parallel dazu bündelt das Management seine Ressourcen. Das Unternehmen trennte sich zuletzt konsequent von Randbereichen. Der Fokus liegt nun vollständig auf der Skalierung der Riverside-Anlage, um die steigende Nachfrage in Nordamerika zu bedienen.

Kapitalerhöhung mit hohem Abschlag

Wachstum erfordert frisches Kapital. Novonix sammelte über eine institutionelle Platzierung rund 20,7 Millionen Australische Dollar ein. Weitere 3,0 Millionen sollen über einen Aktienkaufplan für Bestandsaktionäre folgen. Der Preis für die neuen Anteile lag mit 0,16 Australischen Dollar jedoch massiv unter dem Marktwert.

Der hohe Abschlag von über 33 Prozent belastete den Kurs schwer. Die Aktie markierte am Freitag bei 0,10 Euro ein neues Jahrestief. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 52 Prozent an Wert verloren. Aktuell notiert der Kurs bei 0,11 Euro.

Die Weichen für den Ausbau der Produktion sind gestellt. Die nächsten Monate entscheiden, ob die Proben die technischen Anforderungen von Panasonic dauerhaft erfüllen. Am 22. Juni erfolgt die Ausgabe der neuen Aktien aus der Platzierung.