NRX Pharmaceuticals rückt näher an einen millionenschweren Regierungsauftrag heran. Die US-Forschungsbehörde DARPA hat die Konzerntochter NRx Defense Systems für exklusive Vertragsverhandlungen ausgewählt. Im Kern geht es um eine großangelegte klinische Studie zur Behandlung von Depressionen.

Verhandlungen über SPARC-TMS

Die Gespräche drehen sich um ein Protokoll mit dem Namen SPARC-TMS. Diese Methode verbindet eine robotergestützte Hirnstimulation mit dem patentierten Wirkstoff NRX-101. DARPA prüft nun den Einsatz in Militärkrankenhäusern sowie zivilen Kliniken. Eine finale Förderzusage steht allerdings noch aus.

Das Verfahren soll die Neuroplastizität des Gehirns fördern und neue Nervenverbindungen schaffen. Ziel der Kooperation ist eine wirksame Therapie gegen schwere Depressionen. Das Unternehmen sicherte sich für den Wirkstoff bereits zuvor den Status eines Therapiedurchbruchs bei der US-Gesundheitsbehörde FDA.

Entscheidungsfenster im Juli

Parallel dazu rückt eine wichtige Frist für das Unternehmen näher. Die FDA will bis Ende Juli 2026 über die Zulassung des Präparats KETAFREE entscheiden. Das Unternehmen ist mittlerweile schuldenfrei und bereit für den Marktstart. Die Produktion ist auf eine Million Dosen pro Monat ausgelegt.

An der Börse reagierten Anleger dennoch mit Gewinnmitnahmen. Die Aktie verlor zuletzt rund sieben Prozent auf 4,16 USD. Indes verbucht das Papier seit Jahresbeginn ein sattes Plus von über 53 Prozent. Marktbeobachter werten den Rücksetzer als technische Korrektur nach der jüngsten Rallye.

Der Fokus liegt nun auf dem endgültigen Abschluss des DARPA-Vertrags. Zusätzlich plant das Management die Ausschüttung von Anteilen der Tochtergesellschaft HOPE Therapeutics an die bestehenden Aktionäre. Diese Maßnahme soll den Wert für die Anteilseigner steigern und die spezialisierte Kliniksparte eigenständig positionieren.