Googles neue KI-Chips gegen Nvidias Dominanz — und trotzdem steigt der Kurs. Was auf den ersten Blick wie ein Widerspruch wirkt, erklärt sich bei näherer Betrachtung schnell.
Am Mittwoch präsentierte Google Cloud auf seiner Jahreskonferenz zwei neue Chip-Generationen: die TPU 8t für das Modelltraining und die TPU 8i für die Inferenz. Die TPU 8t soll das Training dreimal schneller machen, die TPU 8i die Inferenzkosten halbieren. Marktbeobachter werten das als direkten Angriff auf Nvidias Stellung im Beschleuniger-Markt.
Konkurrenz und Kooperation zugleich
Die Beziehung zwischen Google und Nvidia ist komplizierter als ein einfaches Wettbewerbsverhältnis. Zeitgleich mit der Chip-Ankündigung bestätigte Google, dass Nvidias kommende „Vera Rubin“-Generation ab Ende 2026 in der Google Cloud verfügbar sein wird. Beide Unternehmen entwickeln außerdem gemeinsam die „Falcon“-Netzwerktechnologie für effizientere Rechenzentren.
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Das zeigt das Grundmuster der KI-Infrastruktur: Selbst wer eigene Chips baut, kommt an Nvidia kaum vorbei.
Deals stützen die Nachfrage
Parallel dazu meldete Axe Compute einen Infrastrukturvertrag über 260 Millionen USD — für die Lieferung von mehr als 2.300 Einheiten des Nvidia B300-Chips. CEO Jensen Huang bekräftigte in einem Blogbeitrag, dass der globale KI-Infrastrukturaufbau erst am Anfang stehe: Bislang seien lediglich einige hundert Milliarden Dollar investiert worden, der tatsächliche Bedarf gehe in die Billionen.
Analysten teilen diese Einschätzung weitgehend. Das Konsens-Rating liegt bei „Kaufen“, das durchschnittliche Kursziel bei 275,25 USD.
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Makrorisiken bleiben präsent
Das freundliche Marktumfeld half. Der Nasdaq legte am Mittwoch 1,6 Prozent zu, getrieben von starken Technologiezahlen. Die Nvidia-Aktie notierte in Euro bei 170,92 Euro — rund neun Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt und mehr als 88 Prozent über dem Jahrestief vom April 2025.
Allerdings wachsen die Risiken. Citi beziffert die Wahrscheinlichkeit einer Überhitzung der US-Wirtschaft in den nächsten drei Monaten auf 62 Prozent. Der Iran-Konflikt trieb den Ölpreis auf über 101 Dollar je Barrel. Exportbeschränkungen für den chinesischen Markt — konkret für H200-Chips — bleiben ein strukturelles Risiko für die Bewertung.
Der RSI liegt bei rund 68 und nähert sich damit dem überkauften Bereich. Die nächsten Quartalszahlen, erwartet für den 20. Mai 2026, werden zeigen, ob die Nachfrage das aktuelle Bewertungsniveau trägt.
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