Eine Woche der Extreme liegt hinter Nvidia. Erst trieben Hoffnungen auf ein neues China-Geschäft den Kurs auf ein historisches Hoch. Dann sorgte die US-Politik für einen jähen Absturz. Das Timing könnte kaum brisanter sein.
Am Donnerstag schien die Welt für Aktionäre noch perfekt. Berichte über angebliche US-Exportgenehmigungen für den H200-Chip an chinesische Tech-Giganten befeuerten die Fantasie. Die Aktie kletterte auf ein Rekordhoch von 201,05 Euro.
Am Freitag folgte die Ernüchterung. US-Präsident Trump dementierte nach seinem China-Besuch eine Einigung. Chinesische Firmen wollten laut Trump lieber eigene Technologie entwickeln. Die Folge: ein harter Kursrutsch.
Die Aktie verlor am Freitag 3,57 Prozent und schloss bei 193,88 Euro. Intraday lösten sich zeitweise 170 Milliarden US-Dollar an Marktwert in Luft auf. Auf Jahressicht steht dennoch ein sattes Plus von gut 60 Prozent auf der Anzeigetafel.
Milliarden-Wetten auf die Infrastruktur
Abseits der politischen Bühne baut der Konzern seine Lieferketten massiv aus. Nvidia vereinbarte eine strategische Partnerschaft mit Corning. Der Spezialglashersteller soll die US-Produktion für optische Verbindungen verzehnfachen. Diese Glasfasern ersetzen künftig wohl Kupferkabel in Nvidias KI-Systemen.
Dafür sichert sich Nvidia das Recht auf Investitionen von bis zu 3,2 Milliarden US-Dollar in Corning.
Parallel dazu rüstet der Chipentwickler bei Rechenzentren auf. Mit dem Betreiber IREN plant Nvidia den Aufbau von KI-Infrastruktur mit einer Kapazität von bis zu fünf Gigawatt. Schwerpunkt wird ein riesiger Campus in Texas. Auch hier erhält Nvidia Optionen für einen milliardenschweren Aktieneinstieg.
Der Blick auf die Quartalszahlen
Alle Augen richten sich nun auf den kommenden Mittwoch. Am 20. Mai präsentiert CEO Jensen Huang die Zahlen für das abgelaufene Quartal. Analysten erwarten im Schnitt einen Umsatz von 78,8 Milliarden US-Dollar.
Der Gewinn je Aktie soll bei 1,77 US-Dollar liegen. Nvidia übertraf in der Vergangenheit fast immer die Erwartungen. Entsprechend hoch liegt die Messlatte für den Ausblick auf das Sommerquartal.
Der Markt rechnet hier mit einer Umsatzprognose von rund 86 Milliarden US-Dollar. Optionen preisen bereits eine Kursbewegung von fünf bis zehn Prozent nach der Veröffentlichung ein. Ein einfaches Übertreffen der Schätzungen reicht am Mittwoch kaum aus, um den Kurs weiter anzutreiben.
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