Nvidia steht vor den wichtigsten Quartalszahlen des Jahres. Die Aktie gab am Montag im Vorfeld leicht um 1,3 Prozent nach. Hinter den Kulissen treibt der Chipkonzern derweil eine aggressive Expansionsstrategie voran. Neue Pflichtmitteilungen zeigen: Nvidia kauft sich massiv in die eigene Lieferkette ein.
Milliarden-Wetten auf die Infrastruktur
Aus aktuellen SEC-Dokumenten geht hervor, dass Nvidia seinen Anteil am Cloud-Anbieter CoreWeave nahezu verdoppelt hat. Der Konzern hält nun 47,2 Millionen Aktien. Das entspricht gut elf Prozent aller ausstehenden Papiere. Der Wert dieser Beteiligung beläuft sich auf rund 3,6 Milliarden US-Dollar.
Die Verbindung der beiden Unternehmen ist hochgradig strategisch. CoreWeave baut seine Rechenzentren fast ausschließlich mit Nvidia-Hardware. Im Gegenzug fungiert das Cloud-Startup als einer der wichtigsten Vertriebskanäle für die begehrten Grafikprozessoren. Nvidia sichert sich so die Nachfrage nach künftigen Generationen wie der Rubin-Architektur.
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Parallel dazu sichert der Konzern die physische Infrastruktur ab. Nvidia meldete eine neue Position von 7,8 Millionen Aktien am Materialspezialisten Coherent. Hinzu kommt eine Technologiepartnerschaft mit Corning. Der Glashersteller wird seine US-Produktionskapazitäten für optische Verbindungen verzehnfachen, um den Bau neuer KI-Fabriken zu beschleunigen.
Warten auf den chinesischen Markt
Neben den Investitionen rückt das China-Geschäft in den Fokus. CEO Jensen Huang äußerte sich nach einem Besuch der US-Delegation unter Präsident Donald Trump in Peking verhalten optimistisch. Er gehe davon aus, dass chinesische Behörden den Import von US-KI-Chips mit der Zeit wieder zulassen werden.
Konkrete Verhandlungen über die Zulassung des H200-Chips gab es laut Huang in China allerdings nicht. Nvidia besitzt zwar die Exportlizenz der US-Regierung, wartet aber auf grünes Licht aus Peking. Vor den strengeren Handelsrestriktionen erwirtschaftete der Konzern rund 13 Prozent seines Gesamtumsatzes in der Volksrepublik.
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Die Erwartungen an das erste Quartal
Am Mittwochabend präsentiert Nvidia die Ergebnisse für das abgelaufene Quartal. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Umsatz von knapp 79 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie wird bei 1,76 US-Dollar erwartet.
Die Basis für weiteres Wachstum scheint intakt. Die großen Tech-Konzerne Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft planen für das Jahr 2026 gigantische Investitionen in ihre IT-Infrastruktur. Die kombinierten Budgets für Rechenzentren summieren sich auf über 700 Milliarden US-Dollar.
Wenn Nvidia am Mittwoch um 23 Uhr deutscher Zeit die Bücher öffnet, blicken Investoren über die reinen Verkaufszahlen hinaus. Konkrete Aussagen zur Nachfrage nach der neuen Blackwell-Generation und dem Hochlauf der Vera-Rubin-Chips werden die Richtung für die Aktie vorgeben.
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