Nvidia Aktie: 86 Milliarden Dollar entscheidend

Nvidia präsentiert Quartalsergebnisse bei extrem hohen Markterwartungen. Analysten fordern mehr als die eigene Prognose des Managements.

Nvidia Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatzerwartung von 79,2 Milliarden Dollar
  • Sechsmal in Folge Prognosen übertroffen
  • Ausblick auf zweites Quartal entscheidend
  • China-Geschäft bleibt Unsicherheitsfaktor

Nvidia präsentiert heute die Zahlen für das erste Quartal. Die Erwartungen an den Chipkonzern sind gigantisch. Ein starkes Ergebnis allein reicht an der Börse oft nicht mehr aus. Der Markt verlangt absolute Perfektion.

Hohe Hürden für eine Überraschung

Analysten rechnen im Schnitt mit einem Umsatz von 79,2 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von fast 80 Prozent zum Vorjahr. Der Gewinn je Aktie soll bei 1,78 Dollar liegen.

Die offizielle Prognose des Managements lag zuletzt bei 78 Milliarden Dollar. Die Wall Street erwartet also bereits mehr als das Unternehmen selbst. Goldman Sachs geht sogar von über 80 Milliarden Dollar aus. Das legt die Messlatte für eine positive Überraschung extrem hoch.

Das Muster nach den Zahlen

Zuletzt übertraf Nvidia die Umsatzprognosen sechs Mal in Folge. Die Aktie schloss danach trotzdem meist im Minus. Im Februar fiel der Kurs um 5,5 Prozent. Dabei hatte das Unternehmen die Schätzungen deutlich geschlagen.

Aktuell notiert das Papier bei 192,88 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein sattes Plus auf der Anzeigetafel. Um einen Börsenwert von sechs Billionen Dollar zu erreichen, fehlt nicht mehr viel.

Der Blick auf das zweite Quartal

Der Ausblick auf das zweite Quartal rückt in den Fokus. Analysten erwarten hier einen Umsatz von rund 86 Milliarden Dollar. Ein Wert darunter gilt als Enttäuschung. Ein solcher Ausblick löst historisch oft direkte Kursverluste aus.

Die großen Technologiekonzerne investieren massiv in neue Rechenzentren. Alphabet, Amazon, Microsoft und Meta planen in diesem Jahr gewaltige Ausgaben. Die Budgets belaufen sich auf insgesamt 725 Milliarden Dollar.

Einige dieser Unternehmen verzeichnen dadurch bereits negative freie Cashflows. Der Druck steigt. Die Investitionen müssen sich bald rentieren. Bremst die Branche ihre Ausgaben, trifft das Nvidia direkt.

China als Unsicherheitsfaktor

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor bleibt das Geschäft in China. CEO Jensen Huang schätzt diesen Markt auf etwa 50 Milliarden Dollar. Die aktuelle Umsatzprognose klammert diese Einnahmen komplett aus. Wann dieses Geschäft zurückkehrt, ist völlig offen.

Nach der Vorlage der Zahlen rechnet der Optionsmarkt mit einer starken Kursbewegung. Händler preisen einen Ausschlag von rund zehn Prozent ein. Die Historie liefert ein klares Muster. Nach den letzten zwölf Berichten zum ersten Quartal legte die Aktie stets zu. Heute Abend nach US-Börsenschluss liegen die Fakten auf dem Tisch.

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Über Dieter Jaworski 4220 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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