Die Aktie des Chipgiganten gerät unter Druck – und das gleich von mehreren Seiten. Während ein milliardenschwerer Deal mit dem chinesischen Tech-Konzern ByteDance auf der Kippe steht, belastet eine neue KI-Welle aus Europa den gesamten Softwaresektor. Die Frage ist: Wird Nvidia zum Opfer seines eigenen Erfolgs?
Streit um H200-Chips für China
Der geplante Verkauf von Nvidias H200-Chips an ByteDance – den Mutterkonzern von TikTok – hängt weiter in der Schwebe. Die Trump-Administration hat zwar vor zwei Wochen grundsätzlich grünes Licht für die Lizenz gegeben, doch Nvidia wehrt sich gegen die aufgestellten Bedingungen. Im Zentrum steht die sogenannte Know-Your-Customer-Regelung, mit der verhindert werden soll, dass Chinas Militär Zugriff auf die Hochleistungs-Chips erhält.
„Wir können die Lizenzbedingungen nicht eigenständig akzeptieren oder ablehnen“, erklärte ein Nvidia-Sprecher. Das Unternehmen sieht sich als Vermittler zwischen US-Behörden und potenziellen Kunden, die die amerikanischen Auflagen erfüllen müssen. Der Knackpunkt: Die Bedingungen seien kommerziell nicht praktikabel. Wenn die USA keine realistische Lösung finde, werde der Markt zu ausländischen Alternativen abwandern.
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Neben ByteDance haben auch Tencent, Alibaba und das KI-Start-up Deepseek von China eine vorläufige Genehmigung erhalten. Präsident Trump hatte im Dezember persönlich entschieden, dass solche Chip-Verkäufe möglich sein sollen – allerdings mit 25 Prozent Abgabe an die US-Regierung. Kritiker sehen darin ein Sicherheitsrisiko, da China die Technologie militärisch nutzen könnte.
Europäische KI setzt Softwaretitel unter Druck
Während Nvidia um Exportlizenzen ringt, macht Europa mit KI-Fortschritten von sich reden. Die Deutsche Telekom hat in München ihre erste KI-Fabrik eröffnet – eine Investition von über einer Milliarde Euro. Partner sind ausgerechnet Nvidia und SAP. Konzernchef Timotheus Höttges betonte selbstbewusst: „Wir beweisen hier, dass Europa auch Künstliche Intelligenz kann.“ Das Ziel: Industrie, Start-ups und Behörden mit souveränen KI-Lösungen auszustatten.
An der Wall Street sorgen derweil neue KI-Tools für Nervosität. Eine Analyse-Software des Unternehmens Anthropic wird als Bedrohung für etablierte Datenanalyse-Anbieter wahrgenommen. Der Software-Index im S&P 500 sackte zeitweise um 2,9 Prozent ab und war damit Branchenschlusslicht. Die disruptive Kraft der KI zerstört offenbar auch Geschäftsmodelle, die bisher als sicher galten.
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Nvidia spürt den Gegenwind indirekt: Der Nasdaq Composite verlor 1,5 Prozent, während Technologietitel gemieden wurden. Marktstratege Michael Toomey von Jefferies sieht dennoch Potenzial: „Das ist die extremste Schieflage, die wir je gesehen haben. Ich denke, uns steht eine heftige Rally bei Software bevor.“
Was bedeutet das für Anleger?
Die Situation ist verzwickt. Einerseits blockieren regulatorische Hürden lukrative Geschäfte in China, andererseits wächst die Konkurrenz durch europäische und asiatische Alternativen. Die US-Bedingungen für Chip-Exporte müssen bis April geklärt sein, wenn Trump und Chinas Präsident Xi Jinping zusammentreffen wollen. Bis dahin bleibt die Aktie anfällig für politische Schlagzeilen.
Gleichzeitig zeigt die Partnerschaft mit der Deutschen Telekom, dass Nvidias Technologie international gefragt bleibt. Die KI-Fabrik in München ist nur ein Beispiel dafür, wie Europas Industrie aufholt. Für Nvidia könnte das langfristig neue Absatzmärkte erschließen – vorausgesetzt, die politischen Risiken lassen sich eindämmen.
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