Nvidia Aktie: China-Rückzug

Nvidia hat die Fertigung von H200-Chips für China eingestellt und konzentriert sich auf die Vera-Rubin-Plattform. Trotz Rekordumsätzen rechnet der Konzern nicht mehr mit Erlösen aus dem chinesischen Data-Center-Geschäft.

Nvidia Aktie
Kurz & knapp:
  • Produktion von H200-Chips für China gestoppt
  • Fokus auf neue KI-Chipgeneration Vera Rubin
  • Rekordumsätze trotz Null-Umsatz mit China
  • GTC-Konferenz als nächster Katalysator erwartet

Nvidia hat die Produktion seiner H200-Chips für den chinesischen Markt gestoppt und verlagert Fertigungskapazitäten auf die nächste Chipgeneration Vera Rubin. Trotz zwischenzeitlicher Exportfreigaben durch Washington bleibt der Umsatz mit China bei null – und das Unternehmen plant offenbar auch nicht damit. Stattdessen konzentriert sich der KI-Chipgigant auf die enorme Nachfrage aus anderen Regionen.

H200 für China: Produktion eingestellt

Laut Financial Times hat Nvidia bei seinem Hauptlieferanten Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) Fertigungskapazitäten umgeschichtet. Statt H200-Chips für den chinesischen Markt zu bauen, laufen die Bänder nun für die Vera-Rubin-Plattform.

Obwohl US-Präsident Trump im Januar grünes Licht für den Export des deutlich leistungsstärkeren H200 nach China gab, blieben die Verkäufe aus. Im jüngsten Quartalsbericht stellte Nvidia klar: Für das laufende Quartal wird mit keinerlei Data-Center-Umsätzen aus China gerechnet. Selbst das schwächere Exportmodell H20 spielte im dritten und vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 „keine signifikante Rolle mehr“.

Nvidia hält derzeit rund 250.000 H200-Chips auf Lager – genug, um auf mögliche Entwicklungen reagieren zu können, ohne sofort die Produktion hochfahren zu müssen.

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Fokus auf Vera Rubin und Blackwell

Die Entscheidung, H200-Kapazitäten umzulenken, fällt mit dem Produktionsanlauf der neuen Vera-Rubin-Architektur zusammen. Die Plattform, die sechs neue Chips umfasst, soll die Kosten pro Token bei KI-Inferenz um das Zehnfache gegenüber der Blackwell-Generation senken. Amazon Web Services, Google Cloud, Microsoft Azure und Oracle Cloud gehören zu den ersten Abnehmern. Die breite Markteinführung ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.

Die weltweite Nachfrage nach Nvidias neuesten KI-Beschleunigern bleibt immens. Cloud-Anbieter und Unternehmen in den USA, Europa und anderen offenen Märkten absorbieren jede verfügbare Einheit.

Rekordergebnisse im Geschäftsjahr 2026

Das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 (endete am 25. Januar 2026) brachte einen Umsatz von 68,1 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr erreichte Nvidia 215,9 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 65 Prozent entspricht.

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Treiber war erneut das Data-Center-Geschäft: Hier verbuchte Nvidia im vierten Quartal 62,3 Milliarden Dollar, im Gesamtjahr 193,7 Milliarden Dollar – ein Zuwachs von 68 Prozent. Dank einer Bruttomarge von 75 Prozent erzielte das Unternehmen allein im vierten Quartal einen Nettogewinn von 43 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr summierte sich der Gewinn auf 120 Milliarden Dollar.

Für das laufende erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellt Nvidia Erlöse von rund 78 Milliarden Dollar in Aussicht – erneut ohne Beiträge aus dem chinesischen Data-Center-Geschäft.

GTC-Konferenz als nächster Katalysator

Vom 16. bis 19. März findet in San Jose die GTC 2026 statt, Nvidias jährliche Entwicklerkonferenz. CEO Jensen Huang kündigte bereits an, einen „Chip präsentieren zu wollen, der die Leute überraschen wird“. Investoren erwarten Details zur nächsten Chip-Generation und mögliche Updates zur Nachfragesituation.

Die Konferenz umfasst über 1.000 Sessions zu Themen wie KI-Rechenzentren, Robotik, digitale Zwillinge und wissenschaftliches Rechnen. Für die kommenden Wochen bleibt außerdem abzuwarten, ob der für Ende März angesetzte US-China-Gipfel Bewegung in die festgefahrene Handelssituation bringt.

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