Für Nvidia sieht es unverändert nicht besonders gut aus. Am Freitag ging es um 2,7 % abwärts, am Montag erholte sich das Papier nur um ca. 0,5 %. Die Aktie kommt auf ein Kursniveau von 184,46 Euro. Damit ist bereits die 100-Tage-Linie nach unten durchkreuzt und durchschlagen. Bei 177,40 Euro würde Nvidia auf den GD200 treffen und damit dann auch die langfristige Trendindikation nach unten drehen. Das wäre durchaus enttäuschend. Die Notierungen sind auf dem Weg dazu, sich wieder aus den höchsten Kursregionen zu verabschieden.

Tatsächlich hatte die Aktie erst vor Kurzem, genauer Anfang Oktober, einen neuen Allzeitrekord mit gut 213 Euro geschafft. Danach ist die Aktie in einen kleinen Sturzflug übergegangen.

Warum geht es derzeit kurzfristig nicht richtig voran?

Die Märkte sind immer noch im Zweifel darüber, ob die KI-Industrie tatsächlich so stark ist, wie man sich das langfristig vorstellen möchte. Die Verschuldung der Kunden von Nvidia, der sogenannten Hyperscaler, ist enorm. Diese Unternehmen brauchen sehr viel Kapital am Markt. Hier zweifelt man inzwischen daran, dass die hohen Zinsen diesen Konzernen erlauben, so viel Kapital wie benötigt aufzunehmen. Zudem wird daran gezweifelt, dass die jeweiligen Investitionen dann auch tatsächlich in zufriedenstellendem Umfang zu Erträgen führen.

Das alles ist offen. Die KI-Industrie ist angespannt. Nvidia ist Teil davon und gleichzeitig auch Ausrüster. Analysten wissen, dass Nvidia allerdings wahrscheinlich sehr gut aufgestellt ist. Das Unternehmen selbst geht davon aus, dass sich das Wachstum fortsetzt. Das darf es durchaus am 17. November dann präsentieren. Dann werden die Zahlen zum dritten Quartal kommen.

Nvidia ist bis dahin tatsächlich eine der mit Abstand besten KI-Aktien überhaupt. Jetzt hat sich die Stimmung etwas nach unten gedreht. Analysten lassen sich davon indes bei ihren Kurszielen in keiner Weise irritieren.