Für Nvidia wird der Zugang zum chinesischen Markt schwieriger. Am Dienstag kamen Berichte über zusätzliche Beschränkungen für das China-Geschäft von Cloud-Partnern auf. Der Konzern muss damit weiterhin einen wichtigen Absatzmarkt unter politischen und regulatorischen Einschränkungen bedienen.
Die Aktie zeigte sich davon unbeeindruckt und gewann am Dienstag 2,7 % auf 185,42 Euro. Nach der jüngsten Erholung liegt Nvidia wieder 4,4 % über der 200-Tage-Linie. Zur 100-Tage-Linie fehlen noch 1,3 %. Auch die Marke von 200,00 Euro ist wieder näher gerückt.
Nvidia wächst weiter
Neben den Herausforderungen in China baut Nvidia sein Angebot für Rechenzentren aus. Bereits im Oktober stellte das Unternehmen auf der Entwicklerkonferenz GTC das Konzept DSX POD vor. Es soll ermöglichen, große Rechensysteme an vorbereiteten Standorten wesentlich schneller bereitzustellen. Statt rund sechs Monaten werden dafür künftig bis zu 14 Tage genannt. Erste Auslieferungen sind Anfang 2027 vorgesehen.
Mit der ebenfalls im Oktober präsentierten DSX AI Factory Platform will Nvidia zudem den Ressourcenverbrauch senken. Nach Unternehmensangaben sind bei gleicher Token-Ausgabe Stromeinsparungen von bis zu 30 % möglich. Geschlossene Kühlkreisläufe sollen den Wasserbedarf der Anlagenkühlung stark reduzieren.
Auf der GTC wurde außerdem der Mini-Roboter Microduck gezeigt. Seine grundlegenden Bewegungen wurden zunächst am Computer trainiert und anschließend auf die reale Maschine übertragen. Das Verfahren soll die Entwicklung neuer Roboterfunktionen vereinfachen.
An der Börse bleiben die Erwartungen hoch. Einzelne Analysten nennen Kursziele von mindestens 320 US-Dollar. Am 17. November legt Nvidia seine Quartalszahlen vor. Dann stehen vor allem die Nachfrage nach Rechenzentrumstechnik und die Entwicklung des internationalen Geschäfts im Mittelpunkt. Und auch die Erwartungen von Analysten. Die sind unverändert sehr zuversichtlich!
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