Nvidia Aktie: Gerücht, demontiert

Nvidia weist Gerüchte über eine Akquisition eines PC-Herstellers zurück. Der KI-Chip-Spezialist verzeichnet derweil eine zehntägige Gewinnserie und treibt sein Geschäft mit Quanten-KI und strategischen Investitionen voran.

Nvidia Aktie
Kurz & knapp:
  • Dementi von Übernahmegesprächen mit PC-Herstellern
  • Aktie mit längster Gewinnserie seit 2023
  • Quanten-KI-Modelle für schnellere Fehlerkorrektur
  • Strategische Investition in Marvell Technology

Kurz flackerte Aufregung auf: Eine Meldung der Website SemiAccurate behauptete, Nvidia verhandle seit über einem Jahr über die Übernahme eines großen PC-Herstellers. Dell-Aktien schossen daraufhin um 6,7 Prozent hoch, HP Inc. legte 5,3 Prozent zu. Dann kam Nvidia selbst — und beendete die Spekulation mit einem knappen Satz: „Der Medienbericht ist falsch; NVIDIA führt keine Gespräche zur Übernahme eines PC-Herstellers.“

Das Dementi ließ Dell und HP im Nachbörsenhandel um jeweils mehr als drei Prozent fallen. Für Nvidia selbst änderte das Gerücht nichts am Kurs der Dinge.

Zehn Tage, kein Rücksetzer

Die Aktie kletterte am Dienstag um 3,8 Prozent — und setzte damit eine zehntägige Gewinnserie fort, die längste seit einem vergleichbaren Lauf im Jahr 2023. Über sieben Tage beträgt das Plus inzwischen rund 7,5 Prozent, der Kurs liegt bei 167 Euro und damit deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 155,75 Euro. Gene Munster vom Deepwater Asset Management hatte die Übernahmespekulation ohnehin früh gedämpft: Die Margenstruktur von Nvidia und PC-Herstellern passe schlicht nicht zusammen.

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Der eigentliche Treiber bleibt das KI-Geschäft. Meta, Amazon, Google und Microsoft kaufen Nvidias Chips in industriellem Maßstab. CEO Jensen Huang bezifferte auf der GTC-Konferenz im März die Auftragsreichweite auf über eine Billion US-Dollar bis 2027 — für die aktuellen Blackwell- und die kommenden Vera-Rubin-GPUs. Das Rechenzentrumsgeschäft wuchs zuletzt um 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr und macht inzwischen 88 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Quantum und Marvell als nächste Baustellen

Parallel zur M&A-Aufregung lancierte Nvidia die erste Open-Source-Familie von Quanten-KI-Modellen namens NVIDIA Ising. Die Modelle sollen Quantenprozessoren kalibrieren und Fehlerkorrektur bis zu 2,5-mal schneller und dreimal genauer ermöglichen als klassische Methoden. Fermilab, Harvard und mehrere nationale Labore gehören zu den ersten Anwendern.

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Ferner vertieft Nvidia seine Infrastrukturstrategie mit einem strategischen Investment von zwei Milliarden US-Dollar in Marvell Technology. Über die NVLink-Fusion-Plattform bindet Nvidia Marvells Custom-Chips an das eigene Ökosystem — eine Architekturentscheidung, die Marktbeobachter als Vorbereitung auf den nächsten Engpass der KI-Infrastruktur werten: die Datenverbindung zwischen Chips, nicht mehr die Rechenleistung selbst.

Im vierten Quartal des Fiskaljahres 2026 erzielte Nvidia einen Rekordumsatz von 68,1 Milliarden US-Dollar, 73 Prozent mehr als im Vorjahr. Für das laufende erste Quartal des Fiskaljahres 2027 peilt das Unternehmen 78 Milliarden US-Dollar an — ein Ziel, das die Messlatte für die nächste Zahlenrunde bereits hoch legt.

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