Kurz vor der GTC 2026 setzt Nvidia gleich zwei Zeichen: eine Milliarden-Investition in die KI-Cloud und ein neues Open-Source-Sprachmodell. Das Tempo, mit dem der Chip-Konzern sein Ökosystem ausbaut, ist bemerkenswert – und wirft Fragen über die Strategie dahinter auf.
Zwei Milliarden für Nebius
Am 11. März 2026 gab Nvidia eine strategische Partnerschaft mit dem KI-Cloud-Betreiber Nebius bekannt. Kern der Vereinbarung: Nvidia investiert zwei Milliarden US-Dollar, um gemeinsam eine vollständige KI-Cloud-Infrastruktur aufzubauen.
Die Zusammenarbeit umfasst das gesamte technische Spektrum – von der Planung von KI-Rechenzentren über GPU-Flottenmanagement bis hin zu Inferenz-Software. Nebius erhält zudem frühen Zugang zu kommenden Nvidia-Plattformen wie dem Rubin-System und den Vera-CPUs. Bis Ende 2030 soll Nebius mehr als fünf Gigawatt an Nvidia-Systemen betreiben.
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Die Investition reiht sich in ein klares Muster ein. Erst vergangene Woche hatte Nvidia je zwei Milliarden Dollar in die Optikkomponenten-Hersteller Lumentum und Coherent gesteckt. Hinzu kommen 30 Milliarden Dollar in OpenAIs jüngste Finanzierungsrunde sowie angekündigte Investitionen von bis zu zehn Milliarden Dollar in Anthropic. Nvidia finanziert damit gezielt eine neue Generation von Cloud-Anbietern, die als Alternative zu Google und Amazon positioniert werden – und die zugleich Abnehmer von Nvidias eigenen Chips sind. Kritiker sehen darin ein zirkuläres Investitionsmodell, das eine Bewertungsblase begünstigen könnte.
Nemotron 3 Super: Neues Modell für autonome KI
Parallel zur Investition veröffentlichte Nvidia das Open-Source-Sprachmodell Nemotron 3 Super. Das Modell umfasst 120 Milliarden Parameter, davon zwölf Milliarden aktive Parameter, und ist speziell für komplexe, autonome KI-Agenten ausgelegt.
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Gegenüber dem Vorgängermodell liefert es laut Nvidia bis zu fünfmal höheren Durchsatz und doppelt so hohe Genauigkeit. Auf der Blackwell-Plattform läuft das Modell bis zu viermal schneller als auf der Vorgänger-Architektur Hopper – ohne Genauigkeitsverlust. Unternehmen wie Palantir, Siemens und Dassault Systèmes passen das Modell bereits für ihre Anwendungen in Cybersicherheit, Halbleiterdesign und Fertigung an.
Rekordwachstum als Rückenwind
Beide Schritte erfolgen auf Basis einer außergewöhnlich starken Geschäftsentwicklung. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Nvidia einen Rekordumsatz von 68,1 Milliarden Dollar – ein Plus von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das laufende Quartal erwartet das Unternehmen Erlöse von rund 78 Milliarden Dollar.
Vom 16. bis 19. März findet in San José die GTC 2026 statt, Nvidias wichtigste Entwicklerkonferenz des Jahres. CEO Jensen Huang wird die Keynote halten. Analysten der Investmentbank Truist bezeichneten das Event als „Super Bowl der KI“ und erwarten positive Impulse für die Aktie – unter anderem durch die Ankündigung neuer Hardware für den Inferenz-Bereich.
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