Wenig Anlass zur Kritik gibt es nach der vergangenen Woche für die amerikanische Großaktie Nvidia. Am Wochenende gab es möglicherweise eine etwas schwächere Nachricht für die Kunden der Amerikaner. So hieß es, Amazon verteuere die Nvidia-Rechenkapazität. Höhere Chipmieten sind allerdings eher ein Nachfragesignal. Anders formuliert: Die Preise für Hardware im KI-Segment steigen. Das ist nicht besonders überraschend.

Nvidia bleibt weiterhin in einem klaren Aufwärtstrend. Die Aktie hat am Mittwoch mit einem Kursniveau von 211,45 Euro nach einem Minus von -1,35 % noch immer nicht das sehr hohe Niveau der vergangenen Tage verlassen, wenngleich ca. 2 Euro zum Allzeithoch fehlen.

320 Dollar sollen möglich sein

In den USA wurde das Papier sogar mit mehr als 234 Dollar gehandelt. Das bedeutet allerdings nicht, dass das jüngst erzielte Allzeithoch bereits das Ende der Fahnenstange ist. Analysten gehen davon aus, dass Nvidia im Mittel circa 320 Dollar wert sei. Das wäre noch ein erhebliches Potenzial. Derzeit bleibt für Nvidia vor allem die Gewissheit, dass die KI-Industrie immer noch wächst. Nvidia hat allerdings auch Ende September ein weiteres positives Signal am Aktienmarkt setzen können. Das Unternehmen hat die Ermächtigung für eigene Aktienrückkäufe dramatisch angehoben. Es ging um ein Plus von 150 Milliarden Dollar. Insgesamt stehen damit 235 Milliarden Dollar zur Verfügung, um eigene Aktien am Markt zurückzukaufen.

Das ist nicht nur ein extrem starkes Vertrauenssignal bezogen auf die Aktie, sondern zugleich ein gutes Signal an die Investoren. Die entsprechenden Gewinne verteilen sich bei einem Rückkauf auf eine geringere Anzahl von Aktien. Damit können sich auch die Finanzkennzahlen je Aktie verbessern. Aktienrückkäufe gelten oft genug als Kurstreiber. Dies gilt sicherlich auch für Nvidia, die wie beschrieben jetzt das Allzeithoch erreicht hat.