Nvidia nutzt den KI-Boom inzwischen auch für ein massives Rückkaufprogramm. Der Verwaltungsrat hat weitere 150 Milliarden Dollar für den Erwerb eigener Aktien freigegeben. Zusammen mit den bisherigen Genehmigungen stehen damit noch 235 Milliarden Dollar zur Verfügung. Das Programm kann bis zum 30. Januar 2028 laufen.

An der Börse bleibt die Aktie nahe ihrem Rekordniveau. Am Freitag schloss Nvidia bei 208,40 Euro und damit 1,41 % höher. Im Tagesverlauf hatte der Kurs bereits rund 207,70 Euro erreicht. Das Jahreshoch liegt bei 211 Euro.

KI-Agenten sind und bleiben das neue große Thema für die Nvidia. Die Börsen belohnen den Umstand

Für die operative Entwicklung wird gleichzeitig ein neues Feld wichtiger: autonom arbeitende KI-Agenten. Nvidia stellt dafür nicht nur Rechenleistung bereit, sondern entwickelt auch die notwendige Software. Mit der Open Agent Safety Platform präsentierte der Konzern eine Kombination aus OpenShell und dem Referenzdesign Sentry. Mehr als 100 Organisationen arbeiten nach Unternehmensangaben bereits mit den Plattformtechnologien.

Damit verschiebt sich ein Teil des Geschäfts von der reinen Hardware in Richtung Betrieb und Absicherung autonomer KI-Systeme. Die Agenten benötigen erhebliche Rechenleistung und könnten damit zusätzliche Nachfrage nach Nvidia-Prozessoren erzeugen.

Auch aus dem klassischen Cloud-Geschäft kommen weiterhin hohe Erwartungen. Barclays-Analyst Thomas O’Malley bestätigte seine Kaufempfehlung und sieht bei den großen Cloud-Anbietern zusätzliches Umsatzpotenzial von mindestens 30 Milliarden Dollar je Unternehmen für 2026 und 2027.

Das Marktumfeld spielte Nvidia am Freitag ebenfalls in die Karten. Schwächere US-Arbeitsmarktdaten und sinkende Anleiherenditen unterstützten Technologiewerte. Für Nvidia kommen damit Rückkäufe, neue KI-Anwendungen und hohe Investitionspläne der Cloud-Konzerne zusammen.

Analysten gehen generell davon aus, die Notierungen würden noch einmal mehr als 20 % Chance haben.