Für Nvidia bleibt die Situation derzeit relativ entspannt. Die Notierungen sind heute um etwa 0,2 % gesunken. 185,19 Euro zeigen die Börsentafeln derzeit an. Die Aktie befindet sich weiterhin in einem klaren Aufwärtstrend, auch wenn es statistisch betrachtet im Moment noch keinen Anlass zur Euphorie gibt.
Die Aktie ist innerhalb der vergangenen fünf Tage um 3,5 % gestiegen, in den zurückliegenden vier Wochen um 3,8 %. Das bedeutet, die Schwankungen im KI- und Technologiesektor sind an den Aktienmärkten unter dem Strich weitgehend an Nvidia vorbeigegangen, auch wenn die Notierungen zwischenzeitlich kurz unter 170 Euro gefallen waren. Die Aktie bleibt insgesamt stabil.
Nvidia hat alle Aussichten
Das Kurspotenzial dürfte allerdings deutlich höher liegen – so erwarten es zumindest die Analysten. Sie gehen derzeit davon aus, dass die Aktie noch um rund 42 % steigen kann. Hintergrund dieser Einschätzung sind die weiterhin starken wirtschaftlichen Kennzahlen, die Nvidia vorlegt.
Am 26. August wird das Unternehmen seine Zahlen zum zweiten Quartal des laufenden Jahres präsentieren. Erwartet wird ein Umsatz von rund 91 Milliarden US-Dollar. Die Kursentwicklung wird maßgeblich davon abhängen, ob Nvidia erneut positiv überraschen und auch bei den Gewinnen die Erwartungen übertreffen kann.
Voraussetzung dafür ist, dass die Margen auf dem derzeitigen Niveau bleiben. Diese sind weiterhin außergewöhnlich hoch. Die bereinigte Bruttomarge liegt bei rund 75 %. Sollten die Umsätze weiter steigen oder sogar über den Erwartungen liegen, dürfte sich dies auch positiv auf die Gewinne des Unternehmens auswirken – je nachdem, welche Gewinnkennzahl betrachtet wird.
Genau dies erwarten derzeit die Analysten, die Märkte und letztlich wohl auch Nvidia selbst. Insofern ist der aktuelle Aufwärtstrend wirtschaftlich gut begründet.
Ob sich daraus am Ende tatsächlich ein Kursanstieg von rund 42 % ableiten lässt, bleibt allerdings offen. Unabhängig von den jüngsten positiven Meldungen zu den H200-Chips, die wieder in begrenztem Umfang nach China geliefert werden dürfen, sowie zu den Vera-Rubin-KI-Systemen, deren Entwicklung weiterhin im Plan liegt, wird letztlich entscheidend sein, wie die Quartalszahlen am 26. August ausfallen.
Analysten bleiben, wie beschrieben, ausgesprochen zuversichtlich. Ihre hohen Kursziele leiten sich aus den entsprechenden Bewertungsmodellen ab.
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