Nvidia Aktie: Stabilisierung nach Tiefpunkt

Die Nvidia-Aktie hat sich nach einem Kursrutsch stabilisiert, gestützt auf ein historisch starkes Geschäftsjahr und die bevorstehende Rubin-Chip-Generation. Analysten sehen weiterhin deutliches Kurspotenzial.

Nvidia Aktie
Kurz & knapp:
  • Kursstabilisierung nach Tiefpunkt unter 170 Dollar
  • Rekordumsatz und operative Gewinnmarge von 71,3 Prozent
  • Nächste Chip-Generation Rubin soll 2026 ausgeliefert werden
  • Moderate Bewertung trotz herausragender Fundamentaldaten

Nach einem turbulenten Wochenstart hat sich die Nvidia-Aktie bei rund 177 Dollar stabilisiert. Zuvor war der Kurs auf ein Sieben-Monats-Tief unter 170 Dollar gefallen — ein Niveau, das nun offenbar als technische Unterstützung hält. Im Hintergrund stehen ein historisch starkes Geschäftsjahr 2026 und die bevorstehende Architektur-Generation „Vera Rubin“.

Rekordzahlen als Fundament

Das abgelaufene Geschäftsjahr lieferte Zahlen, die in der Halbleiterbranche ihresgleichen suchen. Der Gesamtumsatz kletterte auf 215,9 Milliarden Dollar — ein Plus von 65 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Noch beeindruckender: Das operative Ergebnis erreichte 130,4 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2023 waren es gerade einmal 4,2 Milliarden. Trotz der massiven Produktionsvolumina für Blackwell-GPUs blieb die Bruttomarge mit 71,3 Prozent stabil. Analysten heben hervor, dass das Unternehmen derzeit rund 60 Cent je Umsatzdollar als operativen Gewinn behält — eine Effizienz, die im Chipsektor bislang nicht zu beobachten war.

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Vera Rubin rückt in den Fokus

Während Blackwell weiterhin ausgeliefert wird, richtet der Markt seinen Blick bereits auf die nächste Plattform. Die auf TSMCs 3-Nanometer-Prozess gefertigten Rubin-Chips (R100) wurden im März auf der GTC 2026 vorgestellt und sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 ausgeliefert werden. Das Management hat das kumulative Umsatzziel für die Blackwell- und Rubin-Plattformen bis Ende 2027 auf eine Billion Dollar angehoben — doppelt so viel wie noch vor sechs Monaten geschätzt. Für bestimmte KI-Workloads soll Rubin eine bis zu zehnfach bessere Inferenz-Effizienz bieten als seine Vorgänger.

Gegenwind von außen

Trotz der starken Fundamentaldaten lastet das Makroumfeld auf dem Kurs. Gestiegene Ölpreise infolge des Iran-Konflikts dämpfen die Erwartungen an baldige Zinssenkungen, was Anleger aus hoch bewerteten Technologiewerten herausdrängt. Hinzu kommt: Verschärfte US-Exportkontrollen haben Nvidias Marktanteil in China auf rund 55 Prozent gedrückt, während einheimische Anbieter Boden gutmachen.

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Auf institutioneller Seite bleibt das Interesse dennoch hoch. Exchange Traded Concepts LLC etwa erhöhte seine Position im vierten Quartal um 43 Prozent auf über 1,8 Millionen Aktien.

Bewertung und nächste Schritte

Gemessen am Forward-KGV von rund 16 ist die Aktie trotz Rekordprofitabilität vergleichsweise moderat bewertet — ein Reflex auf die geopolitischen Unsicherheiten und die Konsolidierungsphase nach den Höchstständen von 2025, die rund 15 bis 20 Prozent über dem aktuellen Niveau lagen. Die erste Auslieferung von Rubin-Mustern an Cloud-Anbieter steht unmittelbar bevor. Analysten sehen den Median-Kurszielwert bei 265 Dollar — ob die technische Stabilisierung bei 170 Dollar den Ausgangspunkt dafür bildet, wird sich mit den ersten Rubin-Liefermeldungen zeigen.

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