Kurz vor der eigenen Entwicklerkonferenz GTC 2026 bekräftigt Nvidia seine Stellung im KI-Ökosystem – mit einem strategischen Investment, Rekorderlösen und einem prallen Produktkalender. Der Chipkonzern arbeitet konsequent daran, nicht nur Hardware zu liefern, sondern die gesamte KI-Infrastruktur mitzugestalten.
Nscale: Investition mit Kalkül
Nvidia hat sich an der 2-Milliarden-Dollar-Finanzierungsrunde des britischen KI-Rechenzentrums-Startups Nscale beteiligt. Das Unternehmen wurde dabei mit 14,6 Milliarden Dollar bewertet. Angeführt wurde die Runde vom norwegischen Konzern Aker und 8090 Industries; weitere Teilnehmer waren Citadel, Dell und Jane Street.
Die Beteiligung ist strategisch durchdacht: Nscale betreibt GPU-intensive Rechenzentren in fünf Ländern und ist damit ein Großabnehmer von Nvidia-Hardware. Mit dem Nscale-Projekt „Stargate Norway“ sollen bis Ende 2026 rund 100.000 Nvidia-GPUs für OpenAI bereitgestellt werden. Hinzu kommt ein erweitertes Abkommen mit Microsoft über rund 200.000 Nvidia-GPUs für insgesamt vier Rechenzentren in Europa und den USA. Nvidia investiert also gezielt in Kunden, die massiv auf seine eigenen Chips setzen – und sichert sich damit langfristige Abnahmen.
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Nscale bereitet zudem einen Börsengang vor und hat Goldman Sachs und JPMorgan als Konsortialbanken verpflichtet. Ein konkreter Zeitplan steht noch nicht fest.
GTC 2026 als nächster Impulsgeber
Ab dem 16. März öffnet die GTC 2026 in San Jose ihre Tore – und die Erwartungen sind hoch. CEO Jensen Huang wird am Eröffnungstag die Keynote halten und dabei neue Entwicklungen entlang des gesamten KI-Stacks vorstellen. Im Fokus stehen die neuen „Feynman“-Chips für KI und Hochleistungsrechnen sowie Updates zur Rubin-Architektur, die für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet wird. Zusätzlich soll ein neuer CPU-Chip für den PC-Markt präsentiert werden.
Einen Tag nach der Keynote, am 17. März, folgt eine Investoren- und Analysten-Fragerunde – ein wichtiger Termin für alle, die Details zu Produktstrategie und Ausblick suchen.
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Rekorderlöse und klarer Wachstumskurs
Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2026 liefern den Rückenwind: Nvidia erzielte im Gesamtjahr einen Umsatz von 215,9 Milliarden Dollar, ein Plus von 65 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein im vierten Quartal lagen die Erlöse bei 68,1 Milliarden Dollar – ein Anstieg von 73 Prozent im Jahresvergleich. Für das laufende erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 prognostiziert Nvidia rund 78 Milliarden Dollar Umsatz. Das Wachstum beschleunigt sich damit erneut.
An die Aktionäre wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 41 Milliarden Dollar über Rückkäufe und Dividenden ausgeschüttet. Gleichzeitig rechnet Nvidia bei seiner Umsatzprognose ausdrücklich nicht mit Einnahmen aus China-Geschäften im Rechenzentrumssegment – ein deutlicher Hinweis auf die Belastungen durch US-Exportbeschränkungen.
Der strukturelle Rückenwind bleibt stark: Die vier großen Hyperscaler planen in diesem Jahr gemeinsam rund 650 Milliarden Dollar an Investitionen in Rechenzentrumsinfrastruktur. McKinsey schätzt den kumulierten globalen Bedarf bis 2030 auf knapp 7 Billionen Dollar. Die Aktie notiert derzeit rund 12 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch – die GTC-Woche könnte für neue Impulse sorgen.
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