Palantir soll Nvidia helfen, seine Technik tiefer in die Anwendungen großer Unternehmen zu bringen. Beide Konzerne wollen Nvidia-Prozessoren und KI-Modelle enger mit Palantirs Softwareplattform verbinden. Damit geht es nicht mehr allein um zusätzliche Chips für Rechenzentren, sondern um Anwendungen, die unmittelbar auf dieser Infrastruktur laufen.
300 Dollar lauten die Kursziele
An der Börse blieb Nvidia gleichzeitig auf hohem Niveau. Am Freitag gewann die Aktie 0,05 % auf 197,48 Euro. Bis zur Marke von 200 Euro fehlten damit nur 1,3 %, zum Allzeithoch von rund 202 Euro gut 2 %. In den USA hatte das Papier zuletzt etwa 225 Dollar erreicht, während die durchschnittlichen Analystenschätzungen bei mehr als 300 Dollar lagen.
Die engere Verbindung mit Palantir bekommt angesichts der Absatzpläne von Nvidia zusätzliches Gewicht. Konzernchef Jensen Huang rechnet damit, dass das Unternehmen im kommenden Jahr ungefähr doppelt so viele Chips verkaufen kann. Die Aussage bezieht sich auf Stückzahlen und bedeutet nicht automatisch eine Verdopplung des Umsatzes.
Schon jetzt sind die Größenordnungen erheblich. Nvidia erzielte zuletzt 96,2 Milliarden Dollar Quartalsumsatz und stellte für die folgende Periode rund 108 Milliarden Dollar in Aussicht. Das wären 11,8 Milliarden Dollar oder rund 12,3 % mehr.
Wie stark sich höhere Chipverkäufe finanziell auswirken, hängt unter anderem von Verkaufspreisen, Produktmix und Produktionskosten ab. Gleichzeitig muss die zusätzlich installierte Rechenleistung auch genutzt werden.
Genau dafür kann die Palantir-Kooperation zusätzliche Anwendungen schaffen. Unternehmen sollen auf der kombinierten Infrastruktur rechenintensive Programme entwickeln und betreiben können. Je stärker solche Anwendungen auf Nvidia-Technik zugeschnitten werden, desto fester wird die Hardware in die technische Infrastruktur der Kunden eingebunden.
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