In einer spektakulären Allianz mit SpaceX hievt der Halbleiterriese Nvidia seine Hochleistungschips direkt in den Erdorbit. Herzstück der geplanten orbitalen Rechenzentren ist der Compute-Payload Starmind AI1. Mit diesem Schritt untermauert Nvidia seine unangefochtene Marktführerschaft bei Künstlicher Intelligenz und erschließt ein völlig neues Territorium: die Bereitstellung von KI-Rechenleistung direkt aus dem All.

Rekordverdächtige Vera-Rubin-Architektur

Technologisch setzt die Weltraum-Infrastruktur voll auf Nvidias neueste Innovationen. Das System kombiniert Nvidia Vera CPUs mit Rubin GPUs. Das integrierte Modul Nvidia Space-1 Vera Rubin erzielt dabei eine bis zu 25-mal höhere KI-Leistung im Vergleich zu etablierten H100-Einheiten. Zudem liefert die NVL72-Hardware unter dem Codenamen Kyber beeindruckende 72 GPUs pro Rack. SpaceX-Chef Elon Musk stellt klar: Bei der gesamten Hardware-Architektur verlässt man sich exklusiv auf Nvidia. Die Satelliten benötigen bis zu 250 kW Spitzenleistung, während 110 Quadratmeter große Flüssigkeitskühler die Prozessoren vor dem Überhitzen im Vakuum schützen.

Dominanz bis ins Terawatt-Zeitalter

Die globale Roadmap verspricht eine gigantische Skalierung. Bis Ende 2027 peilen die Partner knapp 10 Gigawatt an orbitaler Rechenleistung an. Bis Ende 2030 soll die Kapazität auf sagenhafte 1 Terawatt anwachsen, verteilt auf bis zu eine Million Satelliten. Nvidia sichert sich dadurch die Schlüsselrolle in einer völlig neuen Kategorie der Cloud-Infrastruktur. Die Serienfertigung startet Ende 2027 im texanischen Bastrop.

Wall Street feiert den orbitalen Expansionskurs

An der Börse stieß die Nachricht auf Begeisterung. Die Nvidia-Aktie legte um 3 % auf 212,91 US-Dollar zu. Trotz operativer Hürden wie extremer Strahlung im All oder Weltraumschrott beweist Nvidia erneut, dass an seinen Prozessoren auch jenseits der Erde kein Weg vorbeiführt. Der Konzern liefert das unverzichtbare digitale Herzstück für die Zukunft des Weltraum-Computings.