Nvidia-CEO Jensen Huang hat am Samstag in Taipei eine klare Ansage gemacht. Ja, China sei Teil des 200-Milliarden-Dollar-Marktes für CPUs, den der Konzern mit der neuen Vera-Plattform adressieren will. Das klingt nach einer Randnotiz. Es ist ein Signal. Denn der Markt trennte bisher zwei Themen: die kurzfristigen Exportrestriktionen und Nvidias langfristige Chancen im Rechenzentrum.
Die chinesische Nachfrage bleibt also auf dem Radar. Das ist kein kleiner Punkt. Es ist der Hebel, der die gesamte Wachstumsstory verändert.
Vera als neuer Wachstumsmotor
Nvidia hat die Diskussion um Vera bewusst gesucht. Die Plattform öffnet einen neuen Milliardenmarkt und ist mehr als nur ein weiterer Chip. Sie steht für einen Strategiewechsel: weg vom reinen GPU-Geschäft, hin zur Plattformökonomie im Rechenzentrum.
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Die Zahlen untermauern das. Im ersten Fiskalquartal 2027 stieg der Umsatz auf 81,6 Milliarden Dollar – ein Plus von 85 Prozent. Der Rechenzentrums-Umsatz legte sogar um 92 Prozent auf 75,2 Milliarden Dollar zu. Und das Unternehmen kündigte eine neue Berichtsstruktur an. Künftig wird Nvidia nach Hyperscale und ACIE aufschlüsseln – AI Clouds, Industrie und Enterprise. Eine klare Antwort auf die Frage: Woher kommt das nächste Wachstum?
Die Aktionäre profitieren ebenfalls. Nvidia gab bekannt, 20 Milliarden Dollar an sie zurückgegeben zu haben. 80 Milliarden Dollar zusätzlich genehmigte der Verwaltungsrat für Aktienrückkäufe. Und die Dividende steigt von 0,01 auf 0,25 Dollar je Aktie – eine 25-fache Erhöhung. Auszahlungstermin: 26. Juni.
Gemessen am Freitagsschluss von 185,46 Euro notiert die Aktie 7,8 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 168,44 Euro – 10 Prozent unter dem aktuellen Kurs. Der RSI von 40,5 deutet auf eine leichte Abkühlung hin.
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Die entscheidende Frage
Optionshändler erwarten in der neuen Woche Bewegung von bis zu vier Prozent in beide Richtungen. Der Rahmen: etwa 207 bis 224 Dollar. Das bietet Chancen – und Risiken.
Die Kernfrage für die Anleger bleibt: Sehen sie in Vera einen echten, neuen Wachstumstreiber oder nur eine weitere Hochglanz-Erwartung nach einem Rekordquartal? Die Antwort darauf gibt der Markt in den nächsten Handelstagen.
Klar ist: Mit der China-Aussage hat Huang die Bullen mit einem starken Argument versorgt. Ob es trägt, hängt davon ab, ob die Investoren Nvidias CPU-Strategie als Teil des KI-Infrastruktur-Zyklus erkennen – oder als bloße Wette auf einen überhitzten Markt. Am 28. Mai präsentiert sich der Konzern auf der TD-Cowen-Konferenz. Dann gibt es weitere Hinweise.
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