Nvidia dreht die KI-Erzählung weiter. Auf der Dell Technologies World am 18. Mai 2026 sprach CEO Jensen Huang von einer „völlig parabolischen“ Entwicklung bei KI-Infrastruktur. Gemeinsam mit Michael Dell zeigte er, wohin der nächste Investitionsschub laufen soll: weg vom reinen Chatbot, hin zu autonomen KI-Agenten und lokaler Rechenleistung in Unternehmen.
Rubin soll die Kostenkurve brechen
Im Zentrum steht ein neuer Dell-Server mit Nvidias Vera-Rubin-Plattform. Die Vera-CPU soll gegenüber klassischen Server-Prozessoren um 50 Prozent schneller sein; die Speicherbandbreite liegt bei 1,2 Terabyte pro Sekunde.
Der wichtigere Punkt ist nicht die reine Geschwindigkeit. Nvidia und Dell versprechen deutlich niedrigere KI-Kosten: Die Kosten je Token sollen gegenüber Blackwell um den Faktor zehn sinken. Das passt zu Dells Prognose, wonach der weltweite Token-Verbrauch bis 2030 um 3.400 Prozent steigen könnte.
Damit verschiebt sich die Debatte. Es geht nicht mehr nur darum, wer die leistungsstärksten Chips baut. Es geht darum, ob Unternehmen KI-Modelle breit genug einsetzen können, ohne dass die Rechenkosten jedes Projekt ausbremsen.
Der Wechsel zu KI-Agenten
Huang skizzierte den nächsten Schritt als „Agentic AI“. Gemeint sind Systeme, die Sprachmodelle nicht nur als Antwortmaschine nutzen, sondern als Steuerzentrale für Werkzeuge, Speicher und Arbeitsabläufe. Software-Aufgaben, für die früher ein Team rund einen Monat gebraucht habe, könnten autonome Agenten inzwischen in etwa einer Woche erledigen.
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Der Fokus auf lokale Systeme ist dabei kein Nebenthema. Rund 67 Prozent der KI-Workloads laufen bereits in firmeneigenen Umgebungen statt in der Public Cloud. Die Dell AI Factory mit Nvidia kommt nach Angaben der Unternehmen auf 5.000 Firmenkunden; neue Arbeitsplatzsysteme sollen Modelle mit bis zu 1 Billion Parametern lokal ausführen können.
Für Konzerne ist das ein handfester Punkt. Wer sensible Daten verarbeitet, will nicht jede Anfrage in eine externe Cloud schicken. Lokale KI verspricht mehr Kontrolle über Daten, Latenz und Compliance.
Aktie trägt hohe Erwartungen
Die Aktie reagierte nicht euphorisch. Auf Euro-Basis schloss Nvidia am Montag bei 190,72 Euro. Trotz des jüngsten Rücksetzers liegt der Titel auf Monatssicht 12,75 Prozent im Plus und über zwölf Monate 58,14 Prozent höher.
Das erklärt die Nervosität. Nvidia liefert weiter starke Produktargumente, der Markt hat aber bereits sehr viel Zukunft eingepreist. Die Last perfekter Erwartungen ist hoch.
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KeyBanc erhöhte am 18. Mai das Kursziel von 275 auf 300 Dollar und blieb bei „Übergewichten“. Die Analysten verweisen auf überlappende Impulse aus dem Blackwell-Zyklus und dem kommenden Rubin-Start.
Bei Blackwell erwartet KeyBanc im Quartalsvergleich einen zusätzlichen Versand von 150.000 bis 200.000 Einheiten. Für Rubin rechnet die Bank mit ersten Umsätzen von 3 bis 4 Milliarden Dollar.
Am 20. Mai folgen die Zahlen zum ersten Geschäftsquartal. Der Konsens liegt bei rund 79 Milliarden Dollar Umsatz, ein Plus von etwa 80 Prozent zum Vorjahr. Das Rechenzentrumsgeschäft soll davon ungefähr 73 Milliarden Dollar liefern.
Ein Bremsfaktor bleibt das Zinsumfeld. Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen von 4,6 Prozent machen hoch bewertete Tech-Aktien empfindlicher. Auf der anderen Seite sorgte Huang mit vorsichtigem Optimismus zu China für Aufmerksamkeit: H200-Lizenzen liegen vor, lokale Freigaben für Lieferungen an große Kunden wie Alibaba und Tencent stehen noch aus.
Am 20. Mai rückt weniger die nächste Produktfolie in den Mittelpunkt als der konkrete Fortschritt bei Rechenzentrumsumsatz, Blackwell-Auslieferungen und China. Der Markt hat die KI-Story längst gekauft; jetzt zählt, wie viel davon bereits in Umsatz und Marge landet.
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