Nvidia nutzt seine eigene Infrastruktur jetzt als Schaufenster. Das Unternehmen hat Codex, das auf GPT-5.5 basierende Coding-Tool von OpenAI, konzernweit bei mehr als 10.000 Mitarbeitern ausgerollt — in Bereichen von Engineering über Finanzen bis hin zu Marketing und Recht. Es ist einer der größten unternehmensweiten Einsätze eines KI-Coding-Agenten bisher.
Produktivitätsgewinne als Beweis
Einem internen Pilotprojekt zufolge verkürzten sich Debugging-Zyklen von Tagen auf Stunden, mehrtägige Experimente mit mehreren Dateien schrumpften auf eine Nacht. Teams entwickeln inzwischen vollständige Features direkt aus natürlichsprachlichen Eingaben. Der Rollout ist damit nicht nur eine Produktivitätsmaßnahme — er funktioniert als Live-Beweis für Nvidias eigene Hardware.
GB200 als Rückgrat
Die Infrastruktur dahinter: Nvidias rack-skalierte GB200-NVL72-Systeme. Das Unternehmen gibt an, damit 35-mal niedrigere Kosten pro Million Tokens und 50-mal höheren Token-Durchsatz pro Megawatt zu erzielen als mit Vorgängersystemen. Das Deployment läuft auf einem 100.000-GPU-Cluster in Zusammenarbeit mit OpenAI — einer Partnerschaft, die bis ins Jahr 2016 zurückreicht, als Jensen Huang den ersten DGX-1-Supercomputer persönlich an OpenAI übergab.
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Sicherheitstechnisch arbeiten die Codex-Agenten in abgeschotteten Cloud-VMs mit reiner Leseberechtigung. Eine Zero-Data-Retention-Policy verhindert, dass Produktionsdaten gespeichert oder verändert werden.
Kurs auf Rekordhoch, aber Peers laufen davon
Die Ankündigung fiel mit einer kräftigen Kursbewegung zusammen. Die Nvidia-Aktie schloss zuletzt bei 177,66 Euro — knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 179,62 Euro und rund 22 Prozent über dem Niveau vor einem Monat. Auslöser des jüngsten Sektorrallys war Intel, dessen Quartalszahlen mit 22 Prozent Wachstum im Rechenzentrumsgeschäft den Markt überraschten.
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Allerdings zeigt ein Blick auf die Jahresperformance ein ungewöhnliches Bild: Während Marvell Technology seit Jahresbeginn rund 95 Prozent zugelegt hat, AMD rund 43 Prozent und Taiwan Semiconductor rund 26 Prozent, liegt Nvidia mit gut 10 Prozent deutlich dahinter — trotz eines Umsatzanstiegs von 73 Prozent im jüngsten Quartal auf 68,1 Milliarden Dollar und eines Rechenzentrumserlöses von 62,3 Milliarden Dollar.
Was der Markt als nächstes erwartet
Das Management gab für das laufende Quartal einen Umsatz von rund 78 Milliarden Dollar aus. Die Q1-FY27-Zahlen erscheinen im Mai 2026 und werden zeigen, wie schnell die Blackwell-Architektur skaliert und wie sich die Bruttomargen unter Volllast entwickeln. Von 54 Analysten bewerten 48 die Aktie mit „Kaufen“, das Kursziel im Konsens liegt bei 275,25 Dollar — das entspricht erheblichem Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau.
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