NVIDIA kann die Wall Street Erwartungen erfüllen, wie reagiert die Aktie auf die Earnings? Dies analysieren wir direkt am „Tag danach“ und stellen die nächsten Ziele im Chartbild im Video dar.
NVIDIA erneut mit Rekorden in der Bilanz
Der entscheidende strategische Schritt erfolgte Anfang der 2000er-Jahre mit der Einführung von CUDA – einer proprietären Softwareplattform, die es ermöglichte, GPUs für allgemeine Rechenoperationen (General Purpose Computing) zu nutzen. Damit transformierte Nvidia seine Produkte von reinen Grafikbeschleunigern zu hochgradig parallelisierten Recheneinheiten für wissenschaftliche Simulation, Machine Learning und später Deep Learning. Dieser Ökosystemansatz – Hardware plus Software-Stack – wurde zum strukturellen Wettbewerbsvorteil.
Über Jahre dominierte Nvidia den Gaming-GPU-Markt, während das Datacenter-Segment zunächst eine Nebenrolle spielte. Mit dem Durchbruch neuronaler Netze ab etwa 2012 verschob sich das Kräfteverhältnis. GPUs erwiesen sich als ideal für das Training großer KI-Modelle, da sie tausende Rechenkerne parallel nutzen können. Nvidia war technologisch vorbereitet – und wurde zum zentralen Ausrüster der KI-Infrastruktur.
Heute gliedert sich das Geschäft in mehrere Kernbereiche:
– Data Center mit dem KI-Training, Inferenz, Hochleistungsrechnen
– Gaming mit den GeForce-Grafikkarten
– Professional Visualization
– Automotive & Edge AI
Insbesondere das Datacenter-Segment ist zum Wachstumsmotor geworden. Hyperscaler wie Microsoft, Amazon und Alphabet investieren Milliarden in KI-Rechenzentren, deren Architektur stark auf Nvidia-Beschleunigern basiert. Mit Systemlösungen wie DGX, kompletten Serverplattformen und Hochgeschwindigkeitsnetzwerken (InfiniBand, NVLink) positioniert sich Nvidia nicht mehr nur als Chipdesigner, sondern als Anbieter integrierter KI-Recheninfrastruktur.
Finanziell zeigt sich eine außergewöhnliche Dynamik: Explosives Umsatzwachstum, extrem hohe Bruttomargen im Datacenter-Geschäft und eine starke operative Hebelwirkung durch den fabless-Ansatz (Produktion primär über TSMC). Gleichzeitig führt die hohe Nachfrage zu zyklischen Kapazitätsengpässen und geopolitischen Sensitivitäten, insbesondere im Verhältnis zu China.
Strategisch liegt Nvidias Stärke im Ökosystem. CUDA, Entwickler-Tools, KI-Framework-Optimierungen und Partnerschaften schaffen hohe Wechselkosten. Wettbewerber wie AMD oder spezialisierte KI-Chip-Startups greifen zwar Marktanteile an, doch die Softwareintegration bleibt eine erhebliche Eintrittsbarriere.
Die zentrale Frage für Investoren ist weniger, ob KI strukturell wächst – sondern wie nachhaltig Nvidias Margen- und Marktanteilsniveau in einem sich intensivierenden Wettbewerbsumfeld bleibt. Sollte es dem Unternehmen gelingen, seine Plattformdominanz zu verteidigen und gleichzeitig neue Anwendungsfelder wie Edge AI, Robotik oder autonome Systeme zu skalieren, könnte Nvidia langfristig als Infrastrukturunternehmen der KI-Ökonomie etabliert bleiben.
Vom Gaming-Zulieferer zum Herzstück globaler KI-Rechenzentren – Nvidia hat nicht nur einen Technologiewandel begleitet, sondern diesen maßgeblich ermöglicht. Die aktuellen Quartalszahlen zeigen eine weiterhin hohe Wachstumsdynamik. Alle Erwartungen der Wall Street wurden erfüllt. Damit ist der Kurs in die Nähe seiner Allzeithochs gekommen, den wir uns im zweiten Teil des Videos im Chartbild genauer ansehen.
Das Video zur NVIDIA Aktienanalyse
Im Format „US-Aktien im Fokus“ nehmen Roland Jegen und Andreas Bernstein regelmäßig US-Aktien näher unter die Lupe. Die Analysen konzentrieren sich dabei sowohl auf Fundamentaldaten als auch auf die Charttechnik.
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Was lässt sich im weiteren Verlauf erwarten? Alle Insights erhalten Sie in unserem Video:
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Risikohinweis für Trader
Jede Investition ist mit Risiken verbunden. Jeder Anleger sollte, wenn möglich mit Hilfe eines externen Beraters, prüfen, ob diese Finanzinstrumente für seine persönliche Situation geeignet sind. Die auf einem Demokonto erzielten Gewinne sind keine Garantie für zukünftige Gewinne. Der Einsatz eines Hebels beinhaltet das Risiko, mehr als den Gesamtbetrag des Kontos zu verlieren. Sie sind nicht verpflichtet, eine Hebelwirkung zu nutzen.
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