Nvidia: SK Hynix reduziert HBM4-Lieferungen um 20–30%

Nvidia kämpft mit HBM4-Engpässen, während der Aktienkurs trotz Rekordumsätzen nachgibt. Analysten sehen dennoch Kurspotenzial.

Nvidia Aktie
Kurz & knapp:
  • Rubin-Chip von Lieferengpässen betroffen
  • SK Hynix erwägt Lieferkürzungen
  • Rekordumsatz von 68,1 Milliarden Dollar
  • Kursziel der Analysten bei 275 Dollar

Vier Tage nach einem neuen Allzeithoch kämpft Nvidia mit einem handfesten Lieferproblem. Der Kurs gab am 30. April um fast fünf Prozent nach. Hintergrund: Unsicherheiten rund um die nächste Chip-Generation.

HBM4-Engpass bremst Rubin-Zeitplan

Das Problem sitzt tief in der Lieferkette. Nvidia plant seine neue „Rubin“-Architektur mit Speicherbausteinen, die mehr als 11 Gigabit pro Sekunde und Pin übertragen sollen. Das übersteigt den aktuellen Branchenstandard von 8 Gb/s deutlich.

SK Hynix, einer der wichtigsten Speicherlieferanten, erwägt offenbar, seine geplanten HBM4-Lieferungen für 2026 um 20 bis 30 Prozent zu kürzen. Ein Verzug beim Rubin-Rollout würde Nvidia nicht sofort in die Krise stürzen— die Blackwell-Chips liefern weiterhin starke Umsätze. Allerdings wächst die Unsicherheit über den Zeitplan, und das schlägt sich in einer höheren Risikoprämie auf die Bewertung nieder.

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Starke Zahlen, günstige Bewertung

Die Fundamentaldaten bleiben beeindruckend. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Nvidia einen Rekordumsatz von 68,1 Milliarden Dollar. Das Rechenzentrumsgeschäft wuchs um 75 Prozent auf 62,3 Milliarden Dollar. Allein der Netzwerkbereich steuerte 11 Milliarden Dollar bei.

Trotz einer Marktkapitalisierung von rund 4,85 Billionen Dollar wirkt die Bewertung historisch moderat. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der nächsten zwölf Monate liegt bei rund 25x— deutlich unter dem Fünf-Jahres-Median von 62x. 35 Analysten sehen im Schnitt ein Kursziel von knapp 275 Dollar. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von über 36 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau.

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Earnings Call am 20. Mai

Am 20. Mai präsentiert Nvidia seine Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027. CFO Colette Kress liefert unmittelbar nach Veröffentlichung der Zahlen um 13:20 Uhr Pazifischer Zeit schriftlichen Kommentar.

Märkte erwarten vor allem zwei Dinge: Klarheit über den Blackwell-Abverkauf und offizielle Aussagen zum Rubin-Zeitplan. Ein weiteres Thema dürfte der Schmuggel von High-End-Chips sein. In einzelnen Märkten sollen B300-Server bereits für fast eine Million Dollar pro Einheit gehandelt werden— ein Zeichen für extreme Nachfrage, aber auch für regulatorischen Druck, der die Absatzprognosen kurzfristig belasten könnte.

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Über Dieter Jaworski 3680 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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Seit 2014 setze ich meine Strategie öffentlich und transparent im Wikifolio „2M – Market Momentum“ um. Dieses Portfolio fokussiert auf Aktien mit starkem Momentum, die gleichzeitig strenge fundamentale Kriterien (Marge, Verschuldung, Ertragskraft) erfüllen. Es spiegelt meine Kernprinzipien wider:

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