140 Patienten eingeschlossen, Phase-2-Daten überzeugend, ein neuer Lizenzpartner in Asien — Ocugen hat gleich mehrere Meldungen auf einmal geliefert. Für ein Biotech-Unternehmen dieser Größe ist das eine ungewöhnlich dichte Nachrichtenlage.
OCU400 auf der Zielgeraden
Die pivotale Phase-3-Studie liMeliGhT hat ihr Enrollment-Ziel erreicht: 140 Patienten wurden aufgenommen und im Verhältnis 2:1 randomisiert. Das Kandidatenpräparat OCU400 ist eine Modifier-Gentherapie gegen Retinitis pigmentosa — eine seltene, fortschreitende Netzhauterkrankung, für die es bislang kaum Behandlungsoptionen gibt. Die Topline-Daten erwartet Ocugen im ersten Quartal 2027.
Parallel dazu präsentierte das Unternehmen Phase-2-Ergebnisse für OCU410, das auf Geografische Atrophie bei trockener altersbedingter Makuladegeneration zielt. Die Zahlen können sich sehen lassen: 31 Prozent Reduktion des Läsionswachstums, 27 Prozent Erhalt der Ellipsoid-Zone. Bei 55 Prozent der Studienteilnehmer schrumpfte die Läsion um mindestens 30 Prozent. Auf dieser Basis plant Ocugen nun eine Phase-3-Studie mit bis zu 300 Patienten.
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Reverse Split und Liquidität bis 2027
Neben den klinischen Fortschritten gibt es eine weniger komfortable Meldung: Der Vorstand schlägt für die Hauptversammlung am 11. Juni 2026 einen Reverse Stock Split vor — im Verhältnis zwischen 1:4 und 1:8. Solche Maßnahmen dienen typischerweise dazu, den Aktienkurs über die Mindestanforderungen der Börsennotierung zu heben.
Die Finanzlage ist dabei kein akutes Krisenzeichen. Ein registriertes Direktangebot über 22,5 Millionen Dollar im Januar sowie rund 15 Millionen Dollar aus der Ausübung von Warrants haben die Kasse aufgefüllt. Das Management sieht die Liquidität bis ins erste Quartal 2027 gesichert — exakt bis zum erwarteten Datenabruf aus der OCU400-Studie. Für den Südkorea-Markt sicherte sich Ocugen zudem einen Lizenzpartner: Kwangdong Pharmaceutical übernimmt dort Vermarktung und Vertrieb von OCU400.
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Kurs mit Rückenwind, aber Vorsicht
Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 177 Prozent zugelegt und notiert aktuell rund 34 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Der Kurs liegt allerdings noch knapp 23 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von Anfang März.
Der nächste harte Termin ist die Hauptversammlung am 11. Juni — dort entscheiden die Aktionäre über den Reverse Split. Stimmen sie zu, dürfte die Aktienstruktur neu bewertet werden. Der eigentliche Treiber bleibt jedoch der Phase-3-Datenabruf Anfang 2027: Fällt OCU400 durch, fehlt dem gesamten Programm das klinische Fundament.
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