Ocugen Aktie: Zacks hebt auf Buy, Analysten sehen 23% Potenzial

Zacks stuft Ocugen auf „Buy“ hoch, während operative Kosten steigen. Neue Finanzierung sichert Liquidität bis 2028.

Ocugen Aktie
Kurz & knapp:
  • Analysten sehen Aufwärtstrend bei Gewinnschätzungen
  • Umsatz übertrifft Erwartungen, Verlust je Aktie höher
  • Forschungskosten belasten das operative Ergebnis
  • Wandelanleihe sichert Finanzierung bis 2028

Ocugen bekommt Rückenwind von der Analystenseite. Zacks Investment Research stuft den Gentherapie-Entwickler höher ein, weil die Gewinnschätzungen steigen. Der Markt bleibt trotzdem vorsichtig: Die Aktie notiert bei 1,25 Euro und liegt auf Monatssicht rund 19 Prozent im Minus.

Analysten sehen mehr Potenzial

Zacks hebt Ocugen auf Rang 2 und damit auf „Buy“. Der wichtigste Treiber ist nicht die jüngste Umsatzentwicklung, sondern der Trend bei den Schätzungen. Der Konsens für die Ergebnisse stieg in den vergangenen Monaten um gut 23 Prozent.

Auch andere Häuser hatten sich zuletzt klar positiv positioniert:

  • Oppenheimer startete am 11. März mit „Outperform“ und 10 Dollar Kursziel.
  • Canaccord Genuity begann am 17. März mit „Buy“ und 12 Dollar Kursziel.
  • HC Wainwright hob am 25. März das Kursziel von 7 auf 10 Dollar an.

Der breite Tenor passt zum Geschäftsmodell. Ocugen setzt auf Gentherapien gegen seltene Augenerkrankungen. Besonders wichtig ist OCU400, ein Ansatz gegen Retinitis pigmentosa, der nicht auf eine einzelne Genmutation beschränkt sein soll.

Umsatz überrascht, Kosten steigen

Das erste Quartal zeigte ein gemischtes Bild. Ocugen meldete einen Verlust je Aktie von 0,06 Dollar, während Analysten mit 0,05 Dollar gerechnet hatten. Beim Umsatz lag das Unternehmen klar über den Erwartungen.

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Die Erlöse erreichten 1,53 Millionen Dollar. Erwartet worden waren nur rund 0,5 Millionen Dollar. Das ist ein deutlicher Ausreißer nach oben, ändert aber wenig am Kernproblem.

Die Ausgaben steigen weiter. Die operativen Kosten lagen bei 19,4 Millionen Dollar, davon entfielen 11,3 Millionen Dollar auf Forschung und Entwicklung. Für Verwaltung und allgemeine Kosten gab Ocugen 8,1 Millionen Dollar aus.

Die Kasse war zum Quartalsende besser gefüllt. Der Bestand lag bei 32,2 Millionen Dollar und damit deutlich über dem Vorjahreswert. Kein Wunder, dass der Markt trotzdem auf die Kosten schaut.

Finanzierung verlängert den Spielraum

Anfang Mai kündigte Ocugen eine private Platzierung von Wandelanleihen an. Das Volumen liegt bei 115 Millionen Dollar, der Kupon bei 6,75 Prozent, die Laufzeit reicht bis 2034.

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Nach Abschluss der Transaktion rechnet das Unternehmen mit 112,1 Millionen Dollar an Barmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und gebundenen Mitteln. Darin ist die Rückzahlung der Avenue-Schulden enthalten. Die Finanzierung soll die Reichweite der Kasse bis 2028 verlängern.

Falls weitere Janus-Henderson-Optionsscheine ausgeübt werden, könnten brutto 15 Millionen Dollar hinzukommen. Dann würde der erwartete Kassenbestand auf 127,1 Millionen Dollar steigen.

Operativ richtet sich der Blick nun auf die Pipeline. Für OCU400 plant Ocugen den Start der rollierenden BLA-Einreichung im dritten Quartal 2026. Der Abschluss der Einreichung ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen.

Bei OCU410ST gegen Stargardt-Krankheit ist die GARDian3-Studie bereits vollständig rekrutiert. Ocugen hat 63 Probanden eingeschlossen, die Zwischenauswertung ist für das dritte Quartal 2026 geplant. Erste Topline-Daten sollen im zweiten Quartal 2027 folgen.

Der nächste harte Test liegt damit im dritten Quartal 2026. Dann treffen mehrere mögliche Kurstreiber aufeinander: der OCU400-Antrag, die OCU410ST-Zwischendaten und der geplante Start der Phase-3-Studie für OCU410. Genau dort muss Ocugen zeigen, dass die positive Analystenstimmung mehr ist als Pipeline-Vorschuss.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.