Hinter der jüngsten Kursrallye des Bremer Raumfahrtkonzerns OHB steckt weit mehr als nur kurzfristige Fantasie. Das operative Fundament wächst rasant. Europäische Raumfahrt- und Verteidigungsbudgets steigen, und der Markt preist diese Entwicklung zunehmend ein.
Der Auftragsbestand erreichte im ersten Quartal den Rekordwert von 3,35 Milliarden Euro. Den entscheidenden Schub lieferte ein Großauftrag für die EPS-Sterna-Satelliten im Wert von 248 Millionen Euro. Parallel dazu kletterte der Umsatz um 15 Prozent.
Auch die Profitabilität zieht an. Das operative Ergebnis verbesserte sich deutlich auf 16,8 Millionen Euro. Für die kommenden Jahre steckt der Vorstand die Ziele hoch ab. Bis 2028 soll die Gesamtleistung die Marke von zwei Milliarden Euro durchbrechen.
Neue Allianzen und UK-Expansion
Ein zentraler Baustein der Wachstumsstrategie liegt in Großbritannien. In Bristol baut die Tochtergesellschaft OHB Space UK derzeit einen der modernsten Reinräume Englands. Das Team soll in den nächsten fünf Jahren von 14 auf über 100 Ingenieure anwachsen.
Ein erster Erfolg ist die Einbindung in die ESA-Wissenschaftsmission EnVision zur Erforschung der Venus. Der offizielle Startschuss für die Testkampagne spült ein Vertragsvolumen von rund 24 Millionen Euro in die Kassen.
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Indes positioniert sich OHB bereits für die nächste Programmgeneration. Gemeinsam mit Dassault Aviation plant das Unternehmen das Mehrzweck-Raumfahrzeug VORTEX-S. Dieses wiederverwendbare System zielt auf autonome Orbitalmissionen und Transporte zu Raumstationen ab. Ein erster Demonstrator könnte frühestens 2028 starten.
Dividende und nächster Prüfstein
Rüstungsnahe Raumfahrtprogramme erfordern lange Entwicklungszeiten. Wesentliche Effekte aus den neuen Projekten dürften sich daher erst mittelfristig in den Zahlen niederschlagen. Kurzfristig orientierte Marktteilnehmer nehmen nach dem starken Kursanstieg derzeit Gewinne mit.
Aktionäre blicken nun auf den 8. Juni 2026. Auf der Hauptversammlung in Bremen steht eine Dividende von 0,60 Euro je Aktie zur Abstimmung. Der nächste operative Prüfstein folgt am 6. August mit den regulären Quartalszahlen.
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