OHB Aktie: Bundeswehr-Poker läuft

OHB bewirbt sich mit Rheinmetall auf ein 10-Milliarden-Euro-Satellitenprojekt der Bundeswehr. Parallel meldet der Raumfahrtkonzern ein starkes operatives Jahr 2025 mit wachsendem Auftragsbestand.

OHB SE Aktie
Kurz & knapp:
  • Wettbewerb um milliardenschweres Satellitenprojekt SATCOMBw
  • Auftragsbestand 2025 um 47 Prozent gestiegen
  • Ariane-6-Programm sorgt für Umsatzimpulse
  • Ambitionierte Wachstumsziele bis 2028 vorgelegt

Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB greift gemeinsam mit Rheinmetall nach einem der größten Rüstungsaufträge in der Geschichte der Bundeswehr. Im Rennen um das bis zu 10 Milliarden Euro schwere Satellitenprojekt SATCOMBw Stufe 4 tritt das Duo gegen Platzhirsch Airbus Defense and Space an. Parallel liefert das operative Geschäft überzeugende Zahlen: Das Auftragspolster schwoll 2025 um 47 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro an.

Duell um Milliarden-Auftrag

Bei SATCOMBw Stufe 4 geht es um ein Satellitennetzwerk mit mindestens hundert Einheiten im niedrigen Erdorbit – vergleichbar mit SpaceX‘ Starlink. Die Konstellation soll ab 2029 Panzer, Schiffe und Soldaten vernetzen und Deutschland unabhängiger von US-Systemen machen.

OHB bestätigte Ende Januar 2026 die Verhandlungen mit Rheinmetall. Die Aufgabenteilung ist klar: Rheinmetall übernimmt als Systemhaus die militärische Integration, OHB liefert Satellitenfertigung und Engineering. Um für Serienproduktion gerüstet zu sein, übernahm der Konzern bereits im Oktober 2025 ein Werk im sächsischen Schöneck.

Airbus Defense and Space, das bereits frühere SatcomBw-Stufen betreibt, hat ebenfalls Interesse bekundet. Die Entscheidung dürfte im laufenden Ausschreibungsverfahren fallen.

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Ariane 6 bringt Rückenwind

Das Kerngeschäft erhält konkrete Impulse aus dem europäischen Trägerraketenprogramm. Mitte Februar 2026 absolvierte die Ariane 6 ihren ersten kommerziellen Flug und brachte 32 Satelliten für Amazons Breitbandkonstellation ins All.

Die hundertprozentige OHB-Tochter MT Aerospace fertigt Tanks und Strukturkomponenten für die Ariane 6 und hält einen Arbeitsanteil von zehn Prozent am Programm. Seit der vollständigen Übernahme im Oktober 2025 fließen die Erträge komplett in die Konzernbilanz. Amazon hat insgesamt 18 Starts fest gebucht – der größte kommerzielle Vertrag in der Geschichte von Arianespace.

Zahlen überzeugen

In den ersten neun Monaten 2025 steigerte OHB die Gesamtleistung um 21 Prozent auf 863,5 Millionen Euro. Das EBITDA kletterte von 62,4 Millionen auf 75,5 Millionen Euro. Der Auftragseingang wuchs um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro.

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Für 2026 peilt der Konzern eine Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von 11 Prozent an. Bis 2028 sollen mehr als 2,0 Milliarden Euro Gesamtleistung sowie Margen von über 12 Prozent erreicht werden. Mittelfristig strebt OHB einen durchschnittlichen Auftragseingang um die 3 Milliarden Euro an.

Mondgeschäft als dritte Säule

OHB denkt über Erde und Orbit hinaus. Der Konzern gründete die European Moonport Company, die in Kooperation mit Munich Airport International eine Start- und Landeeinrichtung auf dem Mond entwickeln soll. Die Gesellschaft bündelt sämtliche Mond-Aktivitäten und könnte die Basis für ein künftiges Wirtschaftsökosystem im All bilden.

Entscheidende Wochen

Am 19. März 2026 präsentiert OHB den testierten Jahresabschluss 2025. Dabei wird sich zeigen, ob die Profitabilität mit dem rasanten Umsatzwachstum Schritt hält. Die Entscheidung über SATCOMBw Stufe 4 könnte über den Sprung zum milliardenschweren Verteidigungslieferanten entscheiden – und damit die strategische Ausrichtung des Konzerns für Jahre prägen.

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