OHB Aktie: Das 10-Milliarden-Bündnis

OHB formt mit Airbus und Rheinmetall ein Bündnis für das milliardenschwere Bundeswehr-Satellitenprojekt SATCOMBw. Der Raumfahrtkonzern blickt nach starken Jahreszahlen optimistisch in die Zukunft.

OHB SE Aktie
Kurz & knapp:
  • Allianz für militärisches Satellitennetz im Wert von 10 Mrd. Euro
  • OHB übertrifft eigene Profitabilitätsziele für 2025 deutlich
  • Rekord-Auftragsbestand von über 3 Milliarden Euro
  • Börsennotierung bleibt trotz KKR-Beteiligung bestehen

Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB formiert ein technologisches Schwergewicht für die Bundeswehr. Gemeinsam mit Airbus und Rheinmetall greift das Unternehmen nach einem der lukrativsten Rüstungsaufträge des Jahrzehnts. Dabei geht es um weit mehr als nur den Bau von Hardware – das Ziel ist die technologische Souveränität im Weltraum.

Allianz für den Orbit

Am Wochenende schloss sich Airbus der bestehenden Kooperation zwischen OHB und Rheinmetall an. Das Visier der drei Branchenriesen ist auf das Bundeswehr-Großprojekt SATCOMBw Stufe 4 gerichtet. Bis 2029 soll unter dem Namen „Sovereign Constellation“ ein hochsicheres militärisches Kommunikationsnetz aus rund 100 Satelliten entstehen. Der finanzielle Rahmen ist gewaltig und beläuft sich auf geschätzte acht bis zehn Milliarden Euro.

Innerhalb der Bietergemeinschaft steuern OHB und Airbus die technologische Expertise für die Satellitenfertigung bei. Rheinmetall übernimmt parallel die Integration in die bestehende Infrastruktur der Streitkräfte. Marktbeobachter werten den Zusammenschluss als starke Antwort auf den wachsenden Bedarf an sicherer militärischer Kommunikation in Europa.

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Rekordzahlen im Rücken

Die Basis für solch ambitionierte Großprojekte lieferte das Management bereits Mitte März mit den Zahlen für 2025. OHB übertraf die eigenen Profitabilitätsziele spürbar. Der Gesamtumsatz kletterte um 21 Prozent auf knapp 1,25 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) stieg zeitgleich um 17 Prozent auf 84 Millionen Euro.

Ein massiver Treiber ist der historische Auftragsbestand von 3,19 Milliarden Euro, wovon der Löwenanteil auf das Segment Space Systems entfällt. Laut CEO Marco Fuchs trägt die konsequente Ausrichtung auf die Industrialisierung der Raumfahrt nun sichtbare Früchte. Steigende Budgets der ESA und erhöhte militärische Investitionen befeuern diese Entwicklung zusätzlich.

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Börsennotierung als Trumpf

Interessant ist in diesem Kontext die strategische Entscheidung bezüglich der Aktionärsstruktur. Trotz der Beteiligung des Finanzinvestors KKR plant das Management derzeit kein Delisting der bei rund 257 Euro notierenden Aktie. Die Börsennotierung schaffe essenzielles Vertrauen bei öffentlichen Auftraggebern und sichere den Kapitalzugang für kommende Großaufträge.

Der Vorstand blickt entsprechend optimistisch in die Zukunft und hob die Prognosen an. Bis 2028 peilt OHB einen Gesamtumsatz von über zwei Milliarden Euro an. Den nächsten konkreten Einblick in die operative Entwicklung liefert das Unternehmen am 7. Mai mit den Quartalszahlen für das erste Jahresviertel 2026.

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Über Dieter Jaworski 2379 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

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Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

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