Ein eigenes deutsches Starlink für die Bundeswehr rückt näher. Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB formiert sich gemeinsam mit Airbus und Rheinmetall für eines der größten nationalen Rüstungsprojekte der letzten Jahrzehnte. Pünktlich zur anstehenden Bilanzvorlage untermauert dieser strategische Schachzug die ambitionierten Wachstumspläne des Unternehmens.
Das Bundeswehr-Netzwerk nimmt Form an
Das geplante Projekt SATCOMBw Stufe 4 zielt auf ein unabhängiges, souveränes Satellitennetzwerk im niedrigen Erdorbit ab. Geplant sind 100 bis 200 Satelliten. OHB bestätigte am Montag per Ad-hoc-Mitteilung entsprechende Konsortialgespräche für das Vergabeverfahren. Die Rollenverteilung zeichnet sich bereits ab: Während Rheinmetall die militärische Systemintegration übernimmt, verantwortet OHB das Engineering und die Serienfertigung.
Dass die Bremer sich intensiv auf dieses Szenario vorbereiten, beweist der strategische Kauf eines Werks im sächsischen Schöneck im vergangenen Herbst. Hier wurden gezielt Kapazitäten für genau diese Art der Massenproduktion geschaffen. Dieser Schritt ist auch eine direkte Antwort auf das sich verändernde Marktumfeld, in dem Airbus, Thales und Leonardo derzeit eine Fusion ihrer Raumfahrtsparten zu einem europäischen Großkonkurrenten planen.
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Volle Auftragsbücher und Ariane-Rückenwind
Dieser Vorstoß in den Verteidigungssektor fußt auf einem soliden operativen Fundament. Der feste Auftragsbestand sprang im Jahr 2025 um 47 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro. Zusätzlichen Rückenwind liefert der erfolgreiche erste kommerzielle Start der Ariane 6 Mitte Februar. Da OHB seine Tochtergesellschaft MT Aerospace Ende 2025 komplett übernommen hat, fließen die Erlöse aus der Fertigung wichtiger Trägerkomponenten nun vollständig in die eigene Konzernbilanz ein.
Auch im institutionellen Geschäft punktet das Unternehmen. Erst im Februar sicherte sich die italienische Tochter einen ESA-Vertrag über 81,2 Millionen Euro für die Asteroiden-Mission RAMSES, was das zügige Wachstum weiter stützt.
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Die entscheidenden Zahlen am Donnerstag
Um diese Expansion in der Verteidigungs- und Raumfahrtindustrie zu finanzieren, braucht es eine starke Kapitaldecke. Der Kapitalmarkttag im Januar lieferte bereits angehobene Mittelfristziele: Für 2026 peilt das Management eine Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von 11 Prozent an.
Den nächsten harten Realitätsabgleich liefert OHB am kommenden Donnerstag, den 19. März, mit der Vorlage der testierten Jahreszahlen. Anleger werden dabei besonders auf die Liquiditätssituation und die operativen Cashflows achten, da die massiven Vorleistungen für die anvisierte Projektpipeline erhebliche Investitionen erfordern.
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