Während die Orion-Kapsel der Artemis-II-Mission heute im Pazifik wassert, blicken Anleger der OHB SE gebannt auf ein ganz irdisches Problem. Der Bremer Raumfahrtkonzern glänzt mit Rekordaufträgen und liefert kritische Bauteile für das US-Mondprogramm. Eine laufende Kartellprüfung rund um ein gigantisches Bundeswehr-Projekt bremst die Euphorie an der Börse allerdings spürbar aus.
Hürde für das Mega-Projekt
Am 20. März 2026 meldeten OHB und Rheinmetall Digital ein neues Gemeinschaftsunternehmen beim Kartellamt an. Ziel der Allianz, der auch Airbus angehört, ist das Bundeswehr-Projekt SATCOMBw Stufe 4. Es geht um ein hochsicheres Kommunikationsnetz mit über 100 Satelliten und einem geschätzten Gesamtvolumen von acht bis zehn Milliarden Euro.
Analysten taxieren den Anteil von OHB an diesem Auftrag auf rund ein Drittel. Die aktuelle Unsicherheit über den exakten Zeitplan der behördlichen Genehmigung verunsicherte den Markt zuletzt und drückte die Papiere zeitweise um neun Prozent tiefer.
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Rekordzahlen und NASA-Test
Abseits der regulatorischen Wartezeit liefert das operative Geschäft handfeste Argumente. Das Unternehmen meldete für das abgelaufene Jahr 2025 überzeugende Eckdaten:
* Auftragsbestand: 3,19 Milliarden Euro (+47 Prozent)
* Umsatz: 1,25 Milliarden Euro (+21 Prozent)
* Bereinigtes EBITDA: 125,6 Millionen Euro
Das Management hob die mittelfristigen Ziele bereits an und peilt bis 2028 die Zwei-Milliarden-Marke beim Umsatz an. Strukturellen Rückenwind liefern dabei geplante deutsche Investitionen von 35 Milliarden Euro in die militärische Raumfahrtinfrastruktur sowie ein erhöhtes ESA-Budget.
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Ein weiterer technologischer Vertrauensbeweis steht heute Abend an. Gegen 20:07 Uhr Ortszeit wird die Orion-Kapsel vor San Diego im Pazifik erwartet. Die OHB-Tochter MT Aerospace lieferte sicherheitskritische Strukturbauteile für die SLS-Trägerrakete der Mission. Eine fehlerfreie Leistung der Systeme im All gilt als starke Visitenkarte für kommende Auftragsverhandlungen mit der US-Raumfahrtbehörde NASA.
Aktionärsstruktur im Wandel
Parallel zu den operativen Entwicklungen rückt die Eigentümerstruktur in den Vordergrund. Marktberichten zufolge prüfen der Finanzinvestor KKR und die Gründerfamilie Fuchs den Verkauf eines Aktienpakets von bis zu 20 Prozent. Ein vollständiges Delisting schloss der Vorstand aus. Die Börsennotierung schaffe Transparenz und zusätzliches Vertrauen bei den Auftraggebern.
Am 7. Mai 2026 wird das Unternehmen die Zahlen für das erste Quartal präsentieren. Bis zu diesem Datum bestimmt der Ausgang des laufenden Kartellverfahrens den kurzfristigen Kursverlauf. Eine zügige Freigabe würde den Weg für das SATCOMBw-4-Konsortium ebnen und die ehrgeizige Wachstumsstrategie der Bremer auf ein breites Fundament stellen.
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