Mondlandung und Kartellamt — selten lagen Triumph und Bremsklotz so nah beieinander. Die Artemis-II-Mission kehrte am 10. April erfolgreich zur Erde zurück, und OHB steckt mittendrin. Gleichzeitig hält ein regulatorisches Verfahren in Bonn einen milliardenschweren Auftrag in der Warteschleife.
Mondprogramm als Umsatztreiber
Die Tochtergesellschaft MT Aerospace lieferte Schlüsselkomponenten für die NASA-Schwerlastrakete SLS: Dome-Gore-Panels für die Hauptstufe sowie hochpräzise Aluminiumsegmente für den kryogenen Wasserstofftank der Oberstufe. Seit MT Aerospace im Oktober 2025 vollständig in den Konzern konsolidiert wurde, fließen diese Erlöse direkt in die OHB-Bilanz.
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Das operative Fundament passt dazu. Die Gesamtleistung wuchs 2025 um 21 Prozent auf rund 1,25 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis kletterte auf 84 Millionen Euro. Der Auftragsbestand erreichte mit 3,19 Milliarden Euro einen historischen Höchststand — der Auftragseingang selbst legte gegenüber dem Vorjahr um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro zu. Für 2026 peilt das Management 1,4 Milliarden Euro Umsatz bei einer EBITDA-Marge von elf Prozent an; bis 2028 soll die Zwei-Milliarden-Marke fallen.
SATCOMBw: Milliarden in der Warteschleife
Das Bundeskartellamt prüft das Joint Venture, das OHB und Rheinmetall Digital Mitte März angemeldet haben. Ziel ist das SATCOMBw-Stufe-4-Projekt der Bundeswehr — ein hochsicheres Satellitennetz mit über 100 Einheiten und einem geschätzten Gesamtvolumen von acht bis zehn Milliarden Euro. Innerhalb des Konsortiums, dem auch Airbus angehört, übernimmt OHB den Satellitenbau. Analysten von NuWays beziffern den potenziellen OHB-Umsatzanteil auf 2,7 bis 3,3 Milliarden Euro.
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Die Unsicherheit über den Projektzeitplan schlug sich bereits im Kurs nieder: Die Aktie verlor zeitweise mehr als neun Prozent. Wie lange das Verfahren dauert, ist offen — und damit auch, wann das Projekt konkrete Umsatzbeiträge liefern kann.
Am 7. Mai legt OHB den Bericht für das erste Quartal 2026 vor. Dann zeigt sich, ob die Jahreszielmarke von 1,4 Milliarden Euro Gesamtleistung auf Kurs liegt — und ob die fehlerfreie Leistung im NASA-Programm bereits erste Signalwirkung für künftige Ausschreibungen entfaltet.
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