Deutschland plant ein nationales Satellitennetzwerk mit 100 Kleinst-Satelliten im niedrigen Erdorbit — und OHB steht im Zentrum des Konsortiums. Das Investitionsvolumen: rund 10 Milliarden Euro. Für das Bremer Raumfahrtunternehmen wäre es einer der größten Aufträge der Unternehmensgeschichte.
Das Projekt soll die nationale Souveränität in der Kommunikation und Aufklärung stärken. LEO-Satelliten bieten dabei geringere Latenzzeiten und eine höhere Ausfallsicherheit als Systeme in klassischen Umlaufbahnen. Neben OHB sind Airbus und Rheinmetall als Partner vorgesehen.
Reibung mit Brüssel
Das Vorhaben überschneidet sich mit dem EU-Programm IRIS², das ein Budget von 10,6 Milliarden Euro umfasst und bis 2029 insgesamt 290 Satelliten in den Orbit bringen soll. EU-Parlamentarier wie Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Christophe Grudler (Renew Europe) warnen vor einer Fragmentierung europäischer Verteidigungsstrukturen.
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OHB-Chef Marco Fuchs weist die Kritik zurück. IRIS² erfülle schlicht nicht die militärischen Spezifikationen der Bundeswehr — nationale Infrastruktur sei deshalb keine Dopplung, sondern eine Notwendigkeit.
Geopolitischer Rückenwind
Der Zeitdruck ist real. Am 23. März 2026 brachte das russische Unternehmen Bureau 1440 die ersten 16 Satelliten seiner „Rassvet“-Konstellation in den Orbit. Bis 2027 soll das russische Netz auf 250 Satelliten wachsen. Parallel vergibt die US Space Development Agency im Rahmen ihres PWSA-Programms Aufträge für Raketenabwehr-Satelliten an Unternehmen wie L3Harris.
Für OHB bedeutet dieser Kontext eine günstige Ausgangsposition: Als erfahrener Systemintegrator in einem sicherheitsrelevanten Markt profitiert das Unternehmen von kürzeren nationalen Entscheidungswegen — und von einem geopolitischen Umfeld, das Investitionen in souveräne Weltrauminfrastruktur beschleunigt.
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