OHB arbeitet an ESA-Projekten und hat zugleich Partnerschaften sowie eine Beteiligung im Kommunikationsbereich vereinbart. Das Spektrum reicht vom Satellitenauftrag über EUR 554 Millionen bis zur Prüfung möglicher Dienstleistungen im Orbit. Die Aktie verlor am Freitag 3,4%; ein Zusammenhang mit diesen Unternehmensmeldungen ist damit nicht belegt.

Unterschiedlicher Stand bei den Partnerschaften

Vor rund zwei Wochen unterzeichneten OHB und Astroscale Holdings eine Absichtserklärung. Nach Unternehmensangaben wollen sie Kooperationsmöglichkeiten bei Weltraumsicherheit, Weltraumlageerfassung und Dienstleistungen im Orbit prüfen. Die Vereinbarung betrifft damit zunächst die Prüfung einer möglichen Zusammenarbeit.

Ebenfalls vor rund zwei Wochen vereinbarte OHB eine strategische Partnerschaft mit MediaMobil Communication. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung übernimmt OHB 25 Prozent der Anteile an dem Unternehmen.

Mit Rheinmetall gründete OHB außerdem die OHB Rheinmetall Space Networks GmbH in Bremen. Laut Rheinmetall halten beide Partner jeweils 50 Prozent der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen.

ESA-Auftrag und weitere Missionsschritte

Die OHB-Tochter OHB System erhielt von der ESA den Auftrag zur Entwicklung der nächsten Generation der Copernicus-Sentinel-3-Topographiesatelliten. Das genannte Auftragsvolumen beträgt EUR 554 Millionen. Vorgesehen ist zudem eine Option auf einen zweiten Satelliten.

Bei der von OHB System für die ESA entwickelten Raumsonde Hera meldete OHB das erste Bild des Asteroidensystems Didymos. Nach Unternehmensangaben wurden sämtliche Systeme erfolgreich getestet und verifiziert. Die Mission bereitete außerdem die Rendezvous-Manöver und den Einsatz der CubeSats vor.

Am 12. November veröffentlicht OHB die Ergebnisse für die ersten neun Monate 2026 und hält eine Ergebnispräsentation ab. Für den 25. November ist als weiterer Hera-Meilenstein die Veröffentlichung detaillierter Aufnahmen beider Asteroiden angekündigt.