OHB: Milliarden-Kapitalerhöhung mit KKR geplant

OHB plant Kapitalerhöhung und Anteilsverkauf zur Steigerung des Streubesitzes auf 20 Prozent.

OHB SE Aktie
Kurz & knapp:
  • Kapitalerhöhung und Anteilsverkauf geplant
  • Streubesitz soll auf 20 Prozent steigen
  • Rekordauftragsbestand von 3,35 Milliarden Euro
  • ESA beauftragt OHB mit Erdbeobachtungsmission

Bei OHB bahnt sich ein massiver Umbau der Aktionärsstruktur an. Lange kursierten Gerüchte über einen kompletten Rückzug von der Börse. Jetzt zeichnet sich das genaue Gegenteil ab. Ein klarer Strategiewechsel.

Frisches Kapital und mehr Streubesitz

Laut Marktberichten bereitet das Management mit dem Investor KKR und der Eigentümerfamilie Fuchs einen großen Schritt vor. Im Raum steht eine Kapitalerhöhung samt Umplatzierung von Anteilen. Das Volumen soll bei rund einer Milliarde US-Dollar liegen. Das Ziel: Der Streubesitz der Aktie soll auf etwa 20 Prozent steigen.

Bislang hält die Familie Fuchs rund 65 Prozent der Papiere. KKR kontrolliert knapp 29 Prozent. Mehr frei handelbare Aktien sollen die Liquidität erhöhen und institutionelle Investoren anlocken. CEO Marco Fuchs sieht die Transparenz der Börsennotierung als klaren Vorteil für internationale Kunden.

Rekordzahlen stützen die Pläne

Die operative Basis für diesen Schritt stimmt. Im ersten Quartal steigerte OHB die Gesamtleistung um 15 Prozent auf 279,3 Millionen Euro. Das operative Ergebnis verdoppelte sich nahezu auf 15,2 Millionen Euro.

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Parallel dazu wächst das Auftragspolster. Der Bestand erreichte den Rekordwert von 3,35 Milliarden Euro. Den größten Teil liefert das Kernsegment Space Systems mit 2,68 Milliarden Euro. Mittelfristig peilt der Vorstand einen jährlichen Auftragseingang von drei Milliarden Euro an.

Neuer Auftrag der ESA

Einen direkten Erfolg verbuchte das Unternehmen bei der europäischen Raumfahrtagentur ESA. Die Behörde wählte die Erdbeobachtungsmission SOVA-S für die nächste Entwicklungsphase aus. Die Führung übernimmt die Tochtergesellschaft OHB Czechspace.

Der Satellit soll atmosphärische Schwerewellen in Höhen von 80 bis 120 Kilometern messen. Damit lassen sich Klima- und Weltraumwettermodelle deutlich verbessern.

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Die Mission folgt einem strikten Kostenrahmen. Das Budget liegt bei unter 35 Millionen Euro. Der Start ist innerhalb von drei Jahren nach Projektbeginn geplant.

Blick auf Chart und Kalender

Auf dem aktuellen Kursniveau rücken charttechnische Marken in den Fokus. Die Zone um 545,00 Euro dient als kurzfristige Unterstützung. Nach oben bildet das jüngste Hoch bei 633,00 Euro den nächsten massiven Widerstand.

Am 8. Juni 2026 steht die ordentliche Hauptversammlung an. Dort beschließen die Aktionäre über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Jahr 2025. Neue operative Einblicke folgen am 6. August mit dem Bericht zum zweiten Quartal.

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