Die OMV-Aktie eilt in diesem Jahr von Hoch zu Hoch. Am 27. Mai bittet der Vorstand nun die Aktionäre nach Wien zur Hauptversammlung. Auf der Agenda stehen lukrative Ausschüttungen. Das Management blickt indes überraschend vorsichtig in die Zukunft.

Dividende und Rückkaufprogramm zur Abstimmung

Das zentrale Thema für Investoren ist die Gewinnverteilung. Der Vorstand schlägt eine Gesamtdividende von 4,40 Euro je Aktie vor. Wer profitieren möchte, muss die Papiere spätestens am 7. Juni im Depot halten.

Parallel dazu steht ein weiteres Instrument zur Kurspflege auf der Tagesordnung. Die Aktionäre stimmen über eine neue Ermächtigung für Aktienrückkäufe ab. Das Management will sich den nötigen Spielraum sichern. Erlaubt wäre dann der Erwerb von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals. Außerdem wählt die Versammlung neue Mitglieder für den Aufsichtsrat.

Starke Kursentwicklung trifft auf vorsichtigen Ausblick

An der Börse herrscht im Vorfeld gute Stimmung. Die OMV-Aktie notiert aktuell bei gut 60 Euro. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Kursplus auf rund 25 Prozent. Die Papiere handeln damit komfortabel über all ihren wichtigen Trendlinien.

Trotz des starken Laufs dämpft das Management die Erwartungen für das laufende Jahr. Der Konzern kalkuliert mit einem durchschnittlichen Brent-Rohölpreis von 65 US-Dollar pro Barrel. Die eigene Produktion soll leicht unter 300.000 Barrel Öläquivalent pro Tag bleiben. Die Bedingung dafür: Das Geschäft in Libyen läuft ohne operative Einschränkungen weiter.