OMV: Neptun-Pipeline im Schwarzen Meer verlegt

Das EU-Großprojekt Neptun Deep erreicht die Bauphase. Die Pipeline soll ab 2027 die Gasproduktion Rumäniens massiv steigern.

Omv Aktie
Kurz & knapp:
  • Pipeline-Verlegung im Schwarzen Meer gestartet
  • 160 Kilometer lange Leitung zur Küste
  • Rumänien strebt Nettoexport-Status an
  • OMV-Aktie nahe Jahreshoch notiert

Neptun Deep rückt vom Plan auf die Baustelle. OMV Petrom und Romgaz haben im Schwarzen Meer mit dem Verlegen der Offshore-Pipeline begonnen. Damit erreicht das größte Erdgasprojekt der EU eine Phase, die für Rumäniens künftige Rolle im Gasmarkt zentral ist.

Für OMV ist das mehr als ein Baufortschritt. Das Projekt soll ab 2027 die Produktionsbasis stärken und passt in eine Phase, in der Europa neue Gasquellen sucht.

Pipeline wird im Schwarzen Meer verlegt

Die neue Offshore-Leitung soll Gas aus den Feldern im Schwarzen Meer an die rumänische Küste bringen. Sie ist 160 Kilometer lang und verbindet die geplante Neptun-Alpha-Plattform mit dem Messpunkt in Tuzla.

Saipem setzt dafür zwei Spezialschiffe ein. Die Arbeiten auf See sollen rund zwei Monate dauern. Die Messanlage an Land soll bis zum Sommer fertig sein.

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Damit nimmt ein Kernstück der Infrastruktur Form an. Ohne diese Leitung bleibt das Gas im Feld. Mit ihr entsteht der direkte Anschluss an das regionale Netz.

Rumänien plant den Sprung zum Exporteur

Neptun Deep ist auf rund vier Milliarden Euro ausgelegt. Die erwartete Jahresproduktion liegt bei etwa acht Milliarden Kubikmetern Gas. Für Rumänien wäre das ein massiver Schritt.

Die Förderung soll 2027 starten. Dann dürfte sich die Gasproduktion des Landes nahezu verdoppeln. Rumänien könnte damit vom Versorger des eigenen Marktes zum Nettoexporteur werden.

Das Timing ist politisch heikel und wirtschaftlich attraktiv. Die EU will russische Gasimporte bis Ende 2027 auslaufen lassen. Länder in Mittel- und Osteuropa suchen daher nach Ersatzquellen.

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Über bestehende und EU-geförderte Leitungen soll Gas aus Tuzla weiter in mehrere Märkte fließen. Genannt werden unter anderem Bulgarien, Ungarn, Österreich und Moldau. Auch Deutschland soll beliefert werden.

OMV-Aktie bleibt nah am Hoch

An der Börse trifft der Projektfortschritt auf eine bereits starke Aktie. OMV notiert am Donnerstag bei 61,65 Euro und liegt 0,82 Prozent höher. Seit Jahresanfang steht ein Plus von 27,43 Prozent zu Buche.

Der Kurs liegt damit nur knapp unter dem jüngsten Hoch. Das zeigt, dass der Markt den Energietitel bereits deutlich höher bewertet als vor einigen Monaten. Neue operative Fortschritte müssen diese Erwartung nun stützen.

OMV hält 51,2 Prozent an OMV Petrom. Das Joint Venture mit Romgaz trägt damit direkt zur strategischen Wachstumsagenda des Konzerns bei. Romgaz-Chef Razvan Popescu sagt, das Projekt liege im Plan.

Für 2026 erwartet OMV im Energiebereich eine Produktion von 280.000 bis 290.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Neptun Deep fällt noch nicht in diese Spanne. Der Beitrag soll ab 2027 kommen, wenn die Förderung wie geplant startet.

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