Ein kleines Biotech-Unternehmen kooperiert mit einem globalen Pharmariesen. Onco-Innovations meldet einen wichtigen Forschungspakt. Die Tochtergesellschaft Inka Health arbeitet künftig mit GlaxoSmithKline (GSK) zusammen. Das Ziel: Krebsforschung durch echte Patientendaten verbessern.

KI trifft auf klinische Studien

Klinische Studien finden oft unter idealen Bedingungen statt. Die Realität in Krankenhäusern sieht anders aus. Hier setzt die neue Partnerschaft an. Inka Health bringt Expertise in maschinellem Lernen und Ursachenforschung ein. GSK stellt Fachleute für Epidemiologie. Gemeinsam wollen sie untersuchen, wie sich Studienergebnisse besser auf breite Bevölkerungsgruppen übertragen lassen.

Dafür werten die Teams bestehende Krebsdatenbanken rückwirkend aus. Rodrigo Refoios Camejo leitet bei GSK den Bereich für reale Datenwissenschaften. Er erhofft sich von der Arbeit strengere Methoden für die Onkologie. Geplant sind auch gemeinsame wissenschaftliche Publikationen. Für Inka Health ist das ein enormer Vertrauensbeweis.

Eigene Wirkstoffe im Fokus

Onco-Innovations nutzt diese Datenanalysen auch für die eigene Forschung. Die Erkenntnisse fließen direkt in die Entwicklung der PNKP-Inhibitoren ein. Das Unternehmen bereitet derzeit einen Antrag auf klinische Prüfung bei der US-Behörde FDA vor. Ein Vorabtreffen mit der Behörde ist bereits geplant.

Parallel dazu peilt das Management eine Phase-I-Studie für Darmkrebs in Australien an. Diese soll noch im Jahr 2026 starten. Um die Datenbasis zu stärken, hat Inka Health weitere Allianzen geschmiedet. Eine Kooperation mit OneMedNet sichert den Zugriff auf US-Patientendaten.

Die Plattform nutzt Technologie von Palantir. Damit trainiert Inka Health sein KI-Modell SynoGraph. Dieses System soll künftig die Erfolgschancen neuer Krebstherapien vorhersagen.

Volatile Aktie mit Momentum

An der Börse sorgt die operative Entwicklung für Bewegung. Die Onco-Innovations-Aktie schloss am Dienstag bei 0,73 Euro. Allein in den vergangenen 30 Tagen schoss der Kurs um rund 86 Prozent nach oben.

Trotz der jüngsten Rallye notiert das Papier seit Jahresbeginn noch im Minus. Die Volatilität bleibt mit über 128 Prozent extrem hoch. Der nächste konkrete Meilenstein ist nun der geplante Studienstart in Australien.