Der US-amerikanische Spezialist für autonome Verteidigungs- und Sicherheitssysteme, Ondas Holdings, verzeichnet eine signifikante Beschleunigung seiner Geschäftsaktivitäten. Das Unternehmen meldete am heutigen Dienstag einen massiven Zuwachs beim Auftragsvolumen sowie eine strategische Erweiterung seines Portfolios im Bereich der Drohnenabwehr.
Massive Order-Eingänge und strategische Beteiligung
Wie Medienberichte bestätigen, konnte Ondas innerhalb der letzten vier Wochen neue Aufträge mit einem Gesamtvolumen von 70 Millionen US-Dollar sichern. Diese umfassen ein breites Spektrum von Bodensystemen über Grenzsicherung bis hin zu Präzisionsschlag-Technologien. Ein Teil dieser Summe entfällt auf einen am gestrigen Montag bekannt gewordenen Auftrag des australischen Verteidigungsministeriums in Höhe von 6,9 Millionen US-Dollar für spezielle Drohnen-Abwehrkits. Laut CEO Eric Brock unterstreichen diese Abschlüsse die wachsende Nachfrage nach autonomen Verteidigungsplattformen.
Parallel dazu hat Ondas gemeinsam mit RSE Ventures eine strategische Investitionsrunde für FPF Defense angeführt. Das Zielunternehmen entwickelt fortschrittliche Abfangsysteme wie „SmartFlak“ und „Hammerhead“. Im Zuge dieser Partnerschaft wird FPF Defense seinen Hauptsitz nach West Palm Beach verlegen. Die finanziellen Details der Beteiligung wurden nicht vollständig offengelegt, Berichte sprechen jedoch von einem Finanzierungsvolumen in Höhe von insgesamt 10 Millionen US-Dollar.
Finanzielle Prognosen und Analysteneinschätzungen
Die wirtschaftliche Dynamik spiegelt sich auch in den langfristigen Erwartungen wider. Simply Wall St berichtet über Prognosen, nach denen Ondas bis zum Jahr 2029 einen Umsatz von 1,0 Milliarde US-Dollar bei einem Gewinn von 114,4 Millionen US-Dollar erreichen könnte. Dafür wäre ein jährliches Umsatzwachstum von rund 119 Prozent erforderlich. Das Unternehmen selbst gab für das laufende Jahr eine Umsatzprognose von 390 Millionen US-Dollar ab, gestützt auf einen Auftragsbestand von zuletzt 457 Millionen US-Dollar.
Für das am 11. August erwartete Ergebnis des zweiten Quartals rechnen Analysten laut Benzinga mit einem bereinigten Verlust je Aktie von 0,06 US-Dollar bei einem Umsatz von 65,8 Millionen US-Dollar. Im Vorjahresquartal lag der Umsatz noch bei 6,27 Millionen US-Dollar. Die Analysten von Needham bestätigten zuletzt ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 19 US-Dollar.
Marktreaktion und Insider-Transaktionen
Die Aktie von Ondas Holdings reagierte am heutigen Handelstag positiv auf die Nachrichtenlage. Trotz der jüngsten Kursgewinne notiert das Papier mit einem Schlusskurs von 7,00 € vom gestrigen Montag noch etwa 10,05 % unter seinem 50-Tage-Durchschnitt. Auf Sicht von zwölf Monaten weist der Wert jedoch eine beeindruckende Performance von 304,62 % auf.
Im Vorfeld dieser Entwicklung kam es zu Verkäufen durch Unternehmensinsider. CEO Eric Brock veräußerte am 2. Juni über 2,3 Millionen Aktien zu einem Kurs von 13,43 US-Dollar, wobei das Unternehmen angab, dass diese Transaktion primär zur Deckung von Steuerverpflichtungen diente. Bereits am 19. Mai hatte der Direktor Randy Seidl 10.000 Anteile verkauft. Der Anteil institutioneller Investoren an Ondas wird derzeit auf knapp 38 Prozent beziffert.
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