Strategische Übernahme und prominenter Neuzugang
Ondas Holdings treibt die Neuausrichtung hin zum spezialisierten Rüstungsdienstleister massiv voran. Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist die vereinbarte Übernahme von Aran Defense in Israel für rund 33 Millionen US-Dollar in bar und Aktien. Mit diesem Zukauf sichert sich das Unternehmen eigene Fertigungskapazitäten vor Ort und stärkt seine Position als souveräner Anbieter technologischer Verteidigungslösungen. Die Übernahme folgt unmittelbar auf einen gewonnenen Tender des israelischen Verteidigungsministeriums für taktische Angriffsdrohnen in Millionenhöhe.
Parallel zur technologischen Expansion besetzt Ondas Schlüsselpositionen mit hochkarätigem Personal aus dem Sicherheitsapparat. Bereits am 3. August trat der ehemalige Direktor des Mossad, David Barnea, dem Unternehmen als Global President und Chairman von Ondas Defense Ltd. bei.
Barnea leitete den israelischen Geheimdienst von 2021 bis Juni 2026. Seine Verpflichtung unterstreicht den Anspruch von Ondas, die internationalen Beziehungen im Verteidigungssektor zu professionalisieren und den Zugang zu staatlichen Auftraggebern weltweit zu vertiefen.
Auftragsboom bei der US-Armee und Luftstreitkräften
Nicht nur in Israel, sondern auch auf dem wichtigen US-Markt verzeichnet Ondas signifikante Erfolge. Über den Hauptauftragnehmer Mistral sicherte sich das Unternehmen am 5. August einen zusätzlichen Auftrag der US-Armee im Wert von über 50 Millionen US-Dollar für tödliche unbemannte Systeme. Dieser Abruf erfolgt im Rahmen eines mehrjährigen Rahmenvertrags mit einem Gesamtvolumen von bis zu 982 Millionen US-Dollar. Die Gesamtsumme der Ondas bisher zugesprochenen Aufträge aus diesem Programm steigt damit auf über 240 Millionen US-Dollar.
Zusätzlich erhielt die Tochtergesellschaft DZYNE Technologies am 6. August einen Auftrag des U.S. Air Force Research Laboratory (AFRL) über mehr als 6 Millionen US-Dollar.
Ziel ist die Weiterentwicklung des autonomen Luftliefersystems „Long-Range Grasshopper“, das für die Logistik in umkämpften Umgebungen konzipiert ist. Diese Kontrakte füllten das Auftragsbuch bis zum Ende des zweiten Quartals auf ein Rekordvolumen von rund 613 Millionen US-Dollar an.
Finanzielle Ziele und Markteinschätzung
Trotz der operativen Erfolge zeigt sich die Aktie an der Börse volatil. Das Papier notiert aktuell bei 6,51 Euro und weist damit einen Abstand von 20 Prozent zum gleitenden Durchschnitt der letzten 200 Tage auf. Mit dem aktuellen Kursniveau liegt der Wert zudem 50 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 13,02 Euro, das Mitte Januar erreicht wurde.
Die Unternehmensführung blickt dennoch optimistisch auf das laufende Jahr und hob am 13. August die Umsatzprognose für 2026 auf eine Spanne von 525 bis 550 Millionen US-Dollar an. Für das vierte Quartal 2026 wird die Profitabilität auf Ebene der operativen Plattform angestrebt, während das gesamte Unternehmen bis Ende 2027 die Gewinnschwelle beim bereinigten EBITDA erreichen soll.
Analysten bewerten die langfristigen Aussichten positiv: So erhöhte das Analysehaus Ladenburg am 17. August das Kursziel für den Titel von 21,50 auf 22,75 US-Dollar.
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