Umsatz explodiert, der Verlust bleibt – und eine Hauptversammlung droht den Aktienbestand massiv auszuweiten. Ondas Holdings sorgt dieser Tage für Diskussionen an der Börse.
Die Aktie des US-Techkonzerns notierte am Mittwoch bei 9,01 Euro und legte damit rund sieben Prozent zu. Trotz eines Kursfeuerwerks von knapp 1000 Prozent im Zwölfmonatsvergleich bleibt das Papier rund 25 Prozent unter dem Jahreshoch bei 12,04 Euro. Kein Wunder, dass die Meinungen der Marktteilnehmer weit auseinandergehen.
Umsatzsprung, aber rote Zahlen
Das erste Quartal 2026 brachte beeindruckende Zahlen: Der Umsatz schnellte von 4,3 Millionen auf 50,1 Millionen Dollar. Ein dickes Auftragspolster von 457 Millionen Dollar gibt zusätzlich Rückenwind. Treiber ist die Übernahme von Omnisys Ltd., einem israelischen Spezialisten für KI-gestützte Verteidigungssoftware.
Doch die Kehrseite: Ondas verbuchte einen operativen Verlust (EBITDA) von 10,9 Millionen Dollar. Das Wachstum frisst Kapital – und das wirft Fragen auf.
Hauptversammlung als Zünglein an der Waage
Am 28. Mai stimmen die Aktionäre über eine drastische Ausweitung des Aktienkapitals ab. Vorgeschlagen wird eine Erhöhung der genehmigten Aktien auf 1,2 Milliarden Stück. Bei einer aktuellen Marktkapitalisierung von rund 4,5 Milliarden Dollar könnte das eine massive Verwässerung bedeuten.
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Analysten uneins, Insider verkaufen
Die Rating-Agenturen liefern ein gemischtes Bild. Zacks Research stufte die Aktie Mitte Mai von „Strong Sell“ auf „Hold“ hoch. Needham & Company bleibt dagegen bei „Buy“ und einem Kursziel von 23 Dollar. Wall Street Zen hingegen senkte das Votum auf „Sell“.
Hinzu kommen Insiderverkäufe: Zwei Direktoren trennten sich in der vergangenen Woche von insgesamt 17.500 Aktien zu Kursen um 9,50 Dollar. Der Insideranteil liegt nun bei rund 1,6 Prozent.
Der Markt preist ein rasant wachsendes Geschäftsmodell – doch die Frage nach der künftigen Rentabilität und einer möglichen Aktienverwässerung bleibt offen. Am Donnerstag fallen die Entscheidungen.
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