Oracle baut die Infrastruktur für die KI-Revolution. Dafür nimmt der Softwarekonzern Milliarden in die Hand. Ein Bericht des Wall Street Journal weckt nun Zweifel an diesem Plan. Der wichtigste Partner des Unternehmens verfehlt offenbar interne Ziele. Die Rede ist von OpenAI. Die Folge: ein massiver Kursrutsch.
Die Oracle-Aktie gerät massiv unter die Räder. Allein in den vergangenen sieben Tagen verlor das Papier rund elf Prozent. Der Schlusskurs vom Dienstag lag bei 141,66 Euro.
Damit summiert sich das Minus seit Jahresbeginn auf über 15 Prozent. Ein RSI-Wert von 26,5 signalisiert aktuell eine überverkaufte Situation. Die Volatilität bleibt mit 58 Prozent extrem hoch.
Risse im Fundament
Laut dem Wall Street Journal wächst OpenAI langsamer als geplant. Das Ziel von einer Milliarde wöchentlich aktiver Nutzer bis Ende 2025 rückt in weite Ferne. Auch mehrere Umsatzziele hat das KI-Unternehmen verfehlt. Konkurrenten wie Anthropic gewinnen Marktanteile.
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Für Oracle ist das ein Problem. Der Konzern hat einen gigantischen Fünfjahresvertrag mit OpenAI geschlossen. Oracle liefert die Rechenleistung. Dafür investiert das Unternehmen massiv in neue Rechenzentren. Die Schulden stiegen zuletzt um 60 Prozent auf 153 Milliarden US-Dollar.
OpenAI-Finanzchefin Sarah Friar äußerte intern Bedenken. Sie zweifelt daran, dass ihr Unternehmen künftige Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann. Das trifft Oracles Achillesferse. Der Cloud-Anbieter plant derzeit eine Kapitalbeschaffung von 50 Milliarden US-Dollar für den weiteren Ausbau.
Analysten sehen eine Übertreibung
Oracle wehrt sich gegen die Darstellung. Ein Sprecher betonte die rasant steigende Nachfrage nach OpenAIs neuem Modell. Man baue die nötigen Kapazitäten weiter zügig aus.
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Rückendeckung kommt von der Investmentbank Wedbush. Analyst Daniel Ives nennt den Kursrutsch eine Überreaktion. Er verweist auf die volle Kasse von OpenAI. Das Startup hat kürzlich eine Finanzierungsrunde über 122 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Das reicht laut Ives für die nächsten drei Jahre.
Auch Oracles eigenes Geschäft brummt. Im jüngsten Quartal wuchs der Cloud-Umsatz um 44 Prozent auf knapp neun Milliarden US-Dollar. Die gesamten vertraglichen Verpflichtungen der Kunden kletterten auf über 530 Milliarden US-Dollar. Das bietet enorme Planungssicherheit.
Die Fronten am Markt sind verhärtet. Optimisten verweisen auf Oracles volle Auftragsbücher und das starke Cloud-Wachstum. Skeptiker sehen ein Klumpenrisiko bei einem unprofitablen Hauptkunden. Oracles massiver Schuldenaufbau zwingt das Management zum Erfolg. Die Strategie lässt keinen Spielraum für Fehler. Wenn Oracle die neuen Rechenzentren ans Netz bringt, muss OpenAI die vertraglich vereinbarten Milliarden pünktlich überweisen.
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